AU Small Finance Bank prüft mögliches Datenleck bei Salesforce
AU Small Finance Bank untersucht ein mögliches Datenleck auf einer Salesforce-Plattform. Zudem wird Admin-Zugang zu Vijay Sales angeblich für 25.000 Dollar angeboten.

Die indische AU Small Finance Bank (AU SFB) untersucht ein mögliches Datenleck auf einer von Salesforce gehosteten Softwareplattform, die begrenzte Daten ihrer Fahrzeugkreditkunden enthält. Das Institut aus Jaipur betont, die eigenen Systeme seien nicht betroffen und alle Bankdienste liefen normal.
Auslöser der Untersuchung ist ein Beitrag des Cybersecurity-Accounts Hackmanac auf X. Eine Gruppe namens ScarlettGroup behauptet, die Daten der Bank erbeutet zu haben, und droht mit deren Veröffentlichung. Laut der Gruppe umfasst die Beute KYC-Unterlagen, PAN- und Aadhaar-Angaben, Bonitätsberichte, Kontoauszüge, Kreditanträge, unterzeichnete Verträge und Versicherungsunterlagen, außerdem CRM-Daten, Mitarbeiterinformationen und Audit-Logs. Unabhängig überprüft sind diese Angaben nicht.
Die Bank ließ offen, ob die Salesforce-Plattform die Quelle der angeblichen Daten ist und wie viele Kunden betroffen sein könnten. AU SFB hatte 2024 mit Salesforce zusammengearbeitet, um das Onboarding für Fahrzeugkredite zu digitalisieren. Salesforce-Kunden gerieten früher bereits ins Visier von Social-Engineering-Angriffen, etwa per Voice-Phishing, bei dem Mitarbeiter dazu gebracht wurden, schädliche Apps mit Firmenkonten zu verbinden. Belege für einen Zusammenhang mit dem AU-SFB-Fall oder für eine Kompromittierung der Salesforce-Kernplattform gibt es nicht.
Angebot zu Vijay Sales
Unabhängig davon bietet ein Akteur mit dem Namen „shinymontanna“ laut einem Beitrag des X-Accounts DarkWeb Informer Super-Administrator-Zugriff auf Systeme des Elektronikhändlers Vijay Sales für 25.000 US-Dollar an. Behauptet werden mehr als 3 Millionen Bestelldatensätze, Daten zu 15.000 Beschäftigten und Rechnungsdaten von rund 1,4 Lakh (140.000) Lieferanten, mit Rechten zum Ansehen, Ändern und Exportieren. Screenshots von Admin-Oberflächen kursieren, doch Umfang und Datenabfluss sind unbestätigt. Vijay Sales reagierte nicht auf Anfragen.
Weitere Vorfälle
Zuletzt meldete die SBI die Offenlegung von 3.897 Kundendatensätzen im Darknet. Das Unternehmen eMudhra will sein globales SSL/TLS-Zertifikatsgeschäft auslaufen lassen, nachdem ein Forscher private Schlüssel von acht Zwischenzertifizierungsstellen rekonstruieren konnte. eMudhra erklärt, alle acht widerrufen zu haben; es seien keine Zertifikate ausgestellt und keine Daten abgeflossen.
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