AST SpaceMobile kündigt Blacklift-Rakete an, Start 2028 geplant
AST SpaceMobile entwickelt mit Blacklift eine wiederverwendbare Rakete für seine BlueBird-Satelliten. Die Triebwerke kommen von Firefly, der Erstflug soll 2028 stattfinden.

AST SpaceMobile hat am 6. November Blacklift vorgestellt, eine wiederverwendbare Rakete, mit der das Unternehmen seine Breitband-Satelliten in den niedrigen Erdorbit bringen will. Der Erstflug ist für 2028 geplant.
Das texanische Unternehmen baut eine Konstellation aus BlueBird-Satelliten auf, die Internet direkt auf Mobiltelefone senden. Bislang wurden 13 gestartet, darunter acht der neuen „Block 2“-Variante. Deren Antennen messen jeweils 2.400 Quadratfuß (223 Quadratmeter) und sind die größten, die je ein kommerzieller Satellit im LEO eingesetzt hat. Geflogen sind die Satelliten auf der Falcon 9 von SpaceX, der New Glenn von Blue Origin und Indiens Launch Vehicle Mark-3.
„Die Blacklift-Rakete ist das Sprungbrett, um unseren adressierbaren Markt deutlich zu erweitern“, erklärte Gründer, Chairman und CEO Abel Avellan. Sie sichere regelmäßigen, uneingeschränkten Zugang zum Orbit und die günstigste Eigentümerökonomie der Branche.
Triebwerke von Firefly
Bei null fängt AST SpaceMobile nicht an. Firefly Aerospace, ebenfalls aus Texas, liefert Triebwerke und Ingenieurleistungen für die ersten drei Blacklift-Starts; der Liefer- und Servicevertrag hat ein Volumen von 500 Millionen US-Dollar. Danach baut AST SpaceMobile die Triebwerke selbst, auf Basis einer Lizenz von Firefly, die rund 800 Millionen Dollar kostete, je zur Hälfte in bar und in Aktien.
Die Triebwerke heißen Miranda (Erststufe) und Vira (Oberstufe). Beide sind noch nie geflogen, doch Miranda lief laut Unternehmen bei 175 Heißtests mehr als 4.200 Sekunden. Präsident Scott Wisniewski sagte, damit lasse sich der übliche Entwicklungszyklus von fünf bis zehn Jahren überspringen.
Veränderter Startmarkt
Blacklift soll 20 Tonnen in den LEO befördern, genug für bis zu fünf BlueBirds pro Start. Die Falcon 9 schafft etwa 25 Tonnen. Für 2027 und 2028 hat AST SpaceMobile bereits Verträge mit anderen Anbietern für mehr als 100 Satelliten.
Zehn Tage zuvor hatte Cowboy Space die Rakete Big Iron für 20.000 geplante KI-Rechenzentren im Orbit vorgestellt, ebenfalls mit Erstflug 2028. SpaceX will Falcon 9 und Falcon Heavy auslaufen lassen, sobald Starship einsatzbereit ist, und dort eigene Satelliten priorisieren. Das könnte Startkapazitäten für andere Betreiber verknappen.
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