Anthropic-Studie: Forschende nutzen Claude für Datenanalyse
Eine Anthropic-Analyse von 207.049 Sitzungen zeigt: Wissenschaftler nutzen Claude vor allem für Datenanalyse und Schreiben, kaum für Hypothesen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen Claude vor allem für die Analyse von Daten und das Verfassen von Texten ein, deutlich seltener für die Entwicklung von Hypothesen. Das ergibt eine Studie von Anthropic, die mehr als 207.000 forschungsbezogene Sitzungen auswertet.
Im Bericht „AI for scientific discovery: How researchers use Claude“ untersuchte das Team 207.049 Sitzungen zwischen dem 2. August und dem 30. September 2026. Einbezogen waren Claude und Claude Code, zudem betrachtete der Bericht Claude Science. Die Aufgaben wurden mit Werkzeugen klassifiziert, die den Inhalt der Sitzungen schützen.
Analyse und Schreiben im Vordergrund
Datenanalyse machte 33,7 Prozent der Forschungssitzungen in Claude aus und 48,1 Prozent in Claude Code. Wissenschaftliches Schreiben und Kommunikation kamen in Claude auf 32 Prozent, in Claude Code auf 17,6 Prozent.
Die Generierung von Ideen und Hypothesen war deutlich seltener: 4,2 Prozent der Claude-Sitzungen und 2,1 Prozent bei Claude Code. Dabei zählten in einer Umfrage unter 528 Wissenschaftlern Hypothesenbildung und Datenerhebung zu den wichtigen Aufgaben für wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.
Auch zwischen den Fächern gibt es Unterschiede. Informatik, Mathematik und Statistik nutzten die Werkzeuge im Verhältnis zur Größe ihrer Forschungsgemeinschaft stärker, während die relative Nutzung in Bereichen mit Labor- und Feldarbeit niedriger lag.
Lässt sich die Forschung verdoppeln?
Die Autoren legten Schätzmodelle vor, nach denen sich der Forschungsoutput in manchen Feldern verdoppeln könnte, wenn die heutigen KI-Fähigkeiten breit genutzt würden. Die Chancen steigen in Szenarien, in denen die meisten nicht-physischen Aufgaben automatisiert werden.
Dabei handelt es sich um Prognosen auf Basis von Annahmen, nicht um bereits erzielte Forschungsergebnisse. Zudem ist die Studie ein institutioneller Forschungsbericht und keine begutachtete Arbeit. Die Daten spiegeln die Nutzung von Anthropic-Werkzeugen und die untersuchte Stichprobe wider und stehen nicht für alle Wissenschaftler oder KI-Systeme.
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