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Wissenschaft·2 Min. Lesezeit

Acesur baut Solarpark über Olivenhain in Jaén mit 5.150 Modulen

Der Olivenölkonzern Acesur baut in Vilches (Jaén) eine 3,65-MWp-Anlage, deren Module über vier Meter hoch stehen, damit die Erntemaschinen darunter weiterfahren können.

Elevated solar panels mounted several metres above rows of olive trees in a traditional grove in Jaén, Spain.
Bild: genbeta.com

Acesur, der Olivenölkonzern aus Sevilla mit den Marken Coosur, La Española und Guillén, hat in Vilches (Jaén) den Bau eines Solarparks begonnen, der sich über einem produzierenden Olivenhain erhebt. Vorgesehen sind mehr als 5.150 Module in über vier Metern Höhe mit einer Gesamtleistung von 3,65 MWp, direkt neben der Abfüllanlage des Unternehmens.

Laut Acesur bleiben alle vorhandenen Bäume erhalten. Da die Module erhöht montiert sind, kann die landwirtschaftliche Arbeit einschließlich der Ernte weiterlaufen, auch wenn die Konstruktion aufwendiger ist. Hinzu kommt ein Speicher mit 3 MWh, der den Eigenverbrauch optimieren soll.

Beteiligte

Umgesetzt wird das Projekt vom Erneuerbaren-Unternehmen Greening aus Granada, unterstützt mit 2,8 Millionen Euro der spanischen Energieagentur IDAE. Die Universität Jaén berät über Pedro Pérez, Professor für Elektronische Technologie. Als Referenz dient ein Prototyp in Navas de San Juan.

Offene Fragen

In der Mitteilung fehlen mehrere Zahlen. Es gibt keine Ertragsdaten aus dem Pilotprojekt, sodass unklar bleibt, ob der Teilschatten die Olivenernte mindert oder die Bäume in Stressphasen schützt. Auch der jährliche Stromertrag, der gedeckte Bedarf, die Gesamtkosten und der Anteil der IDAE-Förderung werden nicht genannt. Kursierende Prognosen sprechen von mehr als 5.000 MWh pro Jahr. Eine Berechnung mit dem PVGIS-Tool der EU-Kommission ergibt für eine konventionelle 3,65-MWp-Anlage in Vilches rund 5.900 MWh, der reale Aufbau kann jedoch abweichen.

Eine Studie der Universität Jaén in Applied Energy von 2023 kam zu dem Ergebnis, dass Agri-PV-Module über Olivenhainen 57 bis 71 Prozent Transparenz brauchen, um das Baumwachstum nicht zu bremsen. Das betrifft superintensive Plantagen, während der Hain in Vilches laut Acesur traditionell bewirtschaftet wird. Dieselbe Studie schätzt, dass 1 Prozent der mediterranen Olivenhaine mit solchen Anlagen die weltweite Photovoltaikkapazität um 2,5 Prozent erhöhen und jährlich rund vier Millionen Tonnen CO₂ einsparen könnte – eine Modellrechnung für einen anderen Hain-Typ.

Käme Vilches in die Nähe des PVGIS-Werts, würde der Park mehr Strom liefern als Acesurs vier bestehende Anlagen in den Werken Vilches, Jabalquinto, Dos Hermanas und La Roda de Andalucía. Diese bedecken 30.000 Quadratmeter, erzeugen 3.654,70 MWh jährlich und sichern geschätzt 18 Prozent Energieautarkie.

Schlagwörter:acesuragrivoltaicssolarolive grovejaengreening

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