Virgin Galactic enthüllt Apeiron, das erste Delta-Raumschiff
Virgin Galactic hat Apeiron vorgestellt, das erste Raumschiff der neuen Delta-Klasse. Der Name wurde per Abstimmung gewählt, erste Passagierflüge sind für 2027 geplant.

Virgin Galactic hat das erste Raumschiff seiner neuen Delta-Klasse enthüllt und Apeiron getauft. Zuvor hatten tausende Menschen aus 83 Ländern auf sechs Kontinenten in einer öffentlichen Abstimmung über den Namen entschieden.
Der kommerzielle Betrieb mit Apeiron soll nach Abschluss der technischen Tests im zweiten Quartal 2027 starten. Ein zweites Raumschiff der Delta-Klasse soll Ende des zweiten oder Anfang des dritten Quartals desselben Jahres in den kommerziellen Dienst gehen.
Ein griechischer Name für das „Unbegrenzte“
Apeiron setzte sich gegen drei weitere Finalisten durch: Horizon, Explorer und Ascend. Die Vorauswahl stammte aus 276 Vorschlägen der eigenen Mitarbeiter. Der Begriff stammt aus dem antiken Griechenland und bedeutet „das Unbegrenzte“, ein Verweis auf das Potenzial der Raumfahrt für die Menschheit.
Laut Konzernchef Michael Colglazier spiegelt der Name die Ambitionen der bemannten Raumfahrt und die Chancen wider, die sie eröffnet. Die breite Beteiligung habe die Wahl für das Unternehmen noch bedeutsamer gemacht.
Nach New Mexico zu den Flugtests
Mit dem Trägerflugzeug Eve wurde das Raumschiff vom Fertigungsstandort in Mesa, Arizona, zur Operationsbasis am Spaceport America in New Mexico gebracht. Damit endet die Fertigungsphase, und die Vorbereitung der Flugtests beginnt. Die Ingenieure wollen zunächst die Avionik-Software vollständig integrieren und prüfen.
Mehr Platz, mehr Flüge
Die Delta-Schiffe sind für bis zu sechs Passagiere pro Flug ausgelegt, die frühere VSS Unity bot Platz für vier. Jedes Fahrzeug soll bis zu zweimal pro Woche starten, was die Zahl der Flüge deutlich über die der Vorgängergeneration heben würde.
Virgin Galactic setzt darauf, dass das neue Design Fertigung und Wartung vereinfacht, die Auslastung erhöht und ein skalierbareres Geschäftsmodell ermöglicht. Parallel entsteht das zweite Delta-Schiff, zudem wird eine Montagelinie für Raketentriebwerke aufgebaut, um die Flotte 2027 zu erweitern.
Wie die Vorgänger ist Apeiron für kurze suborbitale Flüge konzipiert und kann keine Erdumlaufbahn erreichen.
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