Verbraucherzentrale mahnt Disney+ wegen Premium-Abo ab
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Disney+ abgemahnt: HDR und 4K funktionieren seit Monaten nur eingeschränkt. Die Verbraucherschützer fordern zudem niedrigere Preise.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Disney+ wegen des Premium-Abos abgemahnt. Der Vorwurf: Kunden zahlen den vollen Preis, bekommen aber weniger geboten, als das Paket verspricht.
HDR und 4K nur eingeschränkt
Nach Darstellung der Verbraucherschützer funktionieren HDR und 4K bei Disney+ seit Monaten bestenfalls eingeschränkt. Gerade diese Merkmale sind das zentrale Argument für den teureren Premium-Tarif, der sich an Nutzer mit kompatiblen Fernsehern und hohen Ansprüchen an die Bildqualität richtet.
Neben der Abmahnung fordert die Verbraucherzentrale niedrigere Preise. Die Logik dahinter: Wer für die bessere Bildqualität mehr bezahlt, muss sich darauf verlassen können, dass sie auch geliefert wird.
Was die Abmahnung bedeutet
Eine Abmahnung ist in Deutschland ein rechtlicher Schritt, mit dem ein Unternehmen aufgefordert wird, ein beanstandetes Verhalten zu unterlassen, in der Regel verbunden mit einer Unterlassungserklärung. Häufig ist sie die Vorstufe zu einer möglichen Klage. Wie Disney+ reagiert hat und welche Frist gesetzt wurde, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Warum das Thema relevant ist
Der Fall berührt eine Frage, die viele Streaming-Kunden betrifft: Stehen beworbene technische Funktionen wie 4K und HDR tatsächlich zuverlässig auf allen Geräten zur Verfügung? Für Abonnenten des Premium-Tarifs könnte der Ausgang darüber entscheiden, ob es Preisnachlässe oder eine klarere Leistungsbeschreibung gibt. Eine Einigung zwischen Disney+ und den Verbraucherschützern ist bislang nicht bekannt.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
OpenAI nimmt Kürzung der ChatGPT-Pro-Limits zurück und verdoppelt Kontingente

Südkorea verhängt über 47 Mio. Dollar Strafe gegen Google und Apple

ESA-Sonde Hera fotografiert Didymos und Dimorphos getrennt



