Temu, Shein, AliExpress: EU erhebt neue 2-Euro-Gebühr auf Pakete
Seit dem 1. November gilt für Kleinsendungen aus China eine zusätzliche Gebühr von 2 Euro je Artikel in der Zollanmeldung, zusätzlich zur Abgabe von 3 Euro seit Juli.

Bestellungen bei Temu, Shein und AliExpress werden erneut teurer. Seit dem 1. November erhebt die Europäische Union auf Kleinsendungen aus China eine zusätzliche Gebühr von 2 Euro. Sie fällt für jede Position in der Zollanmeldung an; in Polen entspricht das nach aktuellem Kurs rund 9 Zloty.
Zweite Abgabe binnen weniger Monate
Die neue Gebühr kommt zu den 3 Euro hinzu, die seit Juli für Einkäufe bei denselben Plattformen gelten. Diese frühere Abgabe wird je Produktkategorie in einer Sendung erhoben. Nach den vorliegenden Angaben hat sie bereits zu einem deutlichen Rückgang des Interesses an chinesischen Marktplätzen geführt.
Für sich genommen sind 2 Euro wenig. Zusammen mit der Juli-Abgabe schmilzt jedoch der Preisvorteil, der Billigbestellungen so attraktiv machte, besonders bei Warenkörben mit vielen günstigen Einzelteilen.
Warum die EU das tut
Die Zahlung wird als Bearbeitungsgebühr bezeichnet. Sie soll die Zollbehörden in Europa entlasten, die von Sendungen aus China regelrecht überschwemmt werden. Allein im vergangenen Jahr waren es 5,8 Milliarden Pakete, fast 15,9 Millionen pro Tag. Das Geld fließt direkt an die Zollbehörden.
Was noch kommt
Weitere Änderungen stehen an. 2028 soll ein EU-Zolldatenzentrum entstehen, ein gemeinsames System für Kontrolle und Risikobewertung. In der Praxis könnte das den Weg für zusätzliche Gebühren ebnen, Details sind bislang nicht bekannt.
Für Verbraucher heißt das: Die Zeit nahezu abgabenfreier Mini-Bestellungen aus China geht zu Ende. Wer mehrere verschiedene Artikel auf einmal bestellt, sollte den Endpreis an der Kasse prüfen, denn die Gebühren richten sich nach Artikel und Kategorie, nicht nach dem Paket.
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