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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Rostelecom plant unterirdische Rechenzentren mit Nornickel

Der russische Telekomanbieter Rostelecom entwickelt unterirdische Rechenzentren mit erhöhtem Schutz und verhandelt darüber mit dem Konzern Nornickel.

Server racks inside a reinforced underground data center hall lit by cool blue light.
Bild: vc.ru

Rostelecom arbeitet an eingegrabenen, also praktisch unterirdischen Rechenzentren, die besser gegen äußere Bedrohungen geschützt sein sollen als herkömmliche Anlagen. Nach vorliegenden Informationen verhandelt der russische Anbieter derzeit mit dem Bergbaukonzern Nornickel über den Bau eines solchen Standorts.

Zu Lage, Kapazität, Kosten und Zeitplan der geplanten Anlage gibt es bislang keine Angaben. Die Gespräche laufen noch, eine endgültige Vereinbarung wurde nicht verkündet.

Warum gehärtete Rechenzentren gefragt sind

Das Vorhaben zeigt die wachsende Nachfrage nach physisch geschützter IT-Infrastruktur. Server unter der Erde unterzubringen, ist ein Weg, sie vor verschiedenen Risiken von außen abzuschirmen. Ein Abkommen mit einem Industrieunternehmen wie Nornickel könnte die neuen Kapazitäten zudem an einen großen Firmenkunden binden.

Für russische Unternehmen und Behörden, die sensible Daten im Land speichern, könnte eine höhere Schutzstufe bei der Wahl des Hosters zum Argument werden.

Weitere Digitalnachrichten aus Russland

Das Ministerium für digitale Entwicklung will 2027 beginnen, Zertifikate zur Signierung von Programmcode an russische Softwareentwickler auszugeben. Damit lässt sich der Urheber eines Programms feststellen und prüfen, ob es nach der Veröffentlichung verändert wurde. Die Angaben sollen in der Installationsdatei erscheinen, sodass ein Betriebssystem den Herausgeber erkennen und Nutzer warnen kann, wenn die Software von einem unbekannten Unternehmen stammt.

Zudem meldete das Katastrophenschutzministerium einen massiven Cyberangriff auf seine mobile App, über die falsche Informationen an die Bevölkerung verschickt wurden. Fachleute beheben die Sicherheitslücke und stellen den regulären Betrieb wieder her.

Die Regierung hat außerdem bis zum 30. Juni 2027 die Frist verlängert, in der Importeure von EAWU-Waren über den russisch-belarussischen Grenzabschnitt im System zur Warenverfolgung keine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen.

Weitere Einzelheiten zum Projekt von Rostelecom und Nornickel dürfte es erst geben, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind.

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Schlagwörter:rostelecomnornickeldata centersrussiacybersecurity

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