BLIK-Code-Betrug: Polizei warnt vor gekaperten Konten
Die polnische Polizei meldet mehr übernommene Social-Media-Konten, über die Freunde nach BLIK-Codes gefragt werden. Anfragen sollten stets separat geprüft werden.

Die polnische Polizei warnt vor einer wachsenden Betrugsmasche: Ein vermeintlicher Freund bittet per Nachricht um einen BLIK-Code. Laut der Warnung steckt dahinter oft kein Freund, sondern ein Betrüger, der dessen Social-Media-Konto übernommen hat.
Die Nachricht wirkt meist glaubwürdig. Der Code werde angeblich für eine dringende Überweisung benötigt, und die Anfrage kommt von einem bekannten Profil. Die Polizei rät, weder Autorisierungscodes noch Geld zu schicken, wenn die Bitte nur über ein soziales Netzwerk eingeht.
Woran man den Betrug erkennt
Die Warnung nennt mehrere Alarmzeichen. Die Bitte um einen Code für mobile Zahlungen oder um sofortiges Geld kommt ohne nähere Erklärung und unter starkem Zeitdruck. Häufig enthält der Text Sprachfehler oder klingt anders als sonst im Austausch mit der Person.
Verdächtig ist auch ein Konto, das plötzlich ähnliche Nachrichten an viele Kontakte schickt. Weitere Hinweise auf ein gekapertes Profil sind Bitten um Login oder Passwort sowie Links zu einem angeblich „schnellen Login“.
Was stattdessen zu tun ist
Hilfsbereitschaft ist nicht verboten. Die Empfehlung lautet, die Bitte über einen anderen Kanal zu prüfen, etwa durch einen Anruf oder eine Sprachnachricht, und nachzufragen, ob die Person tatsächlich Hilfe braucht.
Lassen Sie sich nicht von „dringend, mach es jetzt“ unter Druck setzen. Ein kurzer Anruf dauert nur Sekunden und kann verhindern, dass Sie Geld verlieren oder Kriminellen Zugang zu Ihren Zahlungsdaten geben.
Das eigentliche Problem beginnt laut Warnung beim übernommenen Konto: Wer helfen will, wird zum nächsten Opfer. Wer den Verdacht hat, dass das Profil eines Bekannten gekapert wurde, sollte ihn über einen anderen Weg informieren, damit er sein Konto zurückholen kann.
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