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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

SpaceX prüft Übernahme von Boost Mobile oder Netzzugang

SpaceX hat laut Bericht mit EchoStar über einen Kauf von Boost Mobile oder die Nutzung des Netzes gesprochen – ein möglicher Abkürzungsweg zum eigenen Mobilfunkangebot.

Starlink satellite dish and smartphone symbolizing SpaceX's possible move into the mobile carrier market via Boost Mobile.
Bild: Engadget

SpaceX soll mit EchoStar, der Muttergesellschaft von Boost Mobile, Gespräche geführt haben, die dem Unternehmen von Elon Musk einen schnellen Einstieg ins US-Mobilfunkgeschäft ermöglichen könnten. In den vergangenen Monaten wurde demnach darüber verhandelt, einen eigenen Mobilfunkdienst über das bestehende Netz zu starten.

Laut dem Bericht kommen zwei Varianten infrage: SpaceX könnte Boost Mobile komplett übernehmen oder Zugang zum Mobilfunknetz erhalten, das Boost nutzt. Dieses Netz wird von AT&T und T-Mobile gemietet.

Ein möglicher Stolperstein

Genau diese Konstruktion könnte den Plan gefährden. Ein Mobilfunkdienst unter der Marke SpaceX bräuchte dem Bericht zufolge die Zustimmung von AT&T und T-Mobile, auf deren Infrastruktur Boost aufbaut. Zudem heißt es, dass die großen Anbieter AT&T, T-Mobile und Verizon Musks Anfragen nach Netzzugang für einen separaten SpaceX-Dienst bereits abgelehnt hätten.

Eine Einigung ist bislang nicht bestätigt.

Teil einer längeren Entwicklung

Die Gespräche passen zu den jüngsten Schritten des Unternehmens. Im vergangenen Jahr kaufte SpaceX von EchoStar Frequenzlizenzen im Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar, die die 5G-Verbindungen des Starlink-Netzes verbessern sollen. Zuletzt bekräftigte Starlink zudem seine Pläne, zu einem „großen Mobilfunkanbieter in den USA“ zu werden, und tätigte eine weitere große Übernahme mit diesem Ziel.

Für Verbraucher würde ein Anbieter SpaceX einen neuen Wettbewerber in einem von drei großen Konzernen dominierten Markt bedeuten. Mit Boost Mobile bekäme SpaceX eine bestehende Kundenbasis und eine funktionierende Netzvereinbarung, statt beides von Grund auf aufbauen zu müssen. Deshalb gilt der Weg als Abkürzung.

Ob die Netzbetreiber, von denen Boost abhängt, einer solchen Änderung zustimmen würden, ist die zentrale offene Frage.

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Schlagwörter:spacexboost mobileechostarstarlinkmobile carrier

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