Apple attackiert Google Chrome auf der Safari-Wechselseite
Auf seiner Website nennt Apple Chrome beim Namen und verspricht mit Safari mehr Akkulaufzeit, schnelleres Laden und besseren Datenschutz – samt Vergleichstabelle.

Apple geht auf seiner offiziellen Website ungewöhnlich offen gegen Googles Browser Chrome vor. Auf einer Seite zum Wechsel zu Safari bewirbt das Unternehmen Leistung und Datenschutz seines Browsers und setzt direkt hinzu: besser als Chrome.
Der Ton ist deutlich. Beim Akku sei Safari randvoll, Chrome dagegen ausgetrocknet. Bei der Geschwindigkeit heißt es, Safari sei blitzschnell, Chrome schleppend. Im Datenschutzteil lautet die Aussage sinngemäß, Chrome stelle den Nutzer bloß. Eine Vergleichstabelle mit neun von Apple gewählten Punkten zeigt bei Safari durchgehend Häkchen und bei Chrome durchgehend Kreuze.
Was Apple behauptet
Im Mittelpunkt steht die Akkulaufzeit. Laut Apples eigenen Tests hält ein Mac beim Videostreaming mit Safari bis zu fünf Stunden länger durch als mit Chrome. Häufig besuchte Websites sollen auf dem Mac bis zu 35 Prozent schneller laden.
Ein Vorbehalt: Beide Werte stammen aus Tests, die Apple im August 2026 mit einem 15-Zoll-MacBook Air mit M5-Chip durchgeführt hat. Auf anderen Geräten und im Alltag können die Ergebnisse abweichen, und es sind Herstellerangaben.
Beim Datenschutz verweist Apple auf die standardmäßig aktive Intelligent Tracking Prevention. Sie schränkt das seitenübergreifende Verfolgen von Nutzern ein, etwa Werbung für ein Produkt, das man zuvor in einem Onlineshop angesehen hat. Hinzu kommt die Funktion „Ablenkungskontrolle“, mit der sich störende Elemente auf Webseiten ausblenden lassen. Apple zufolge merkt sich Safari die Auswahl beim nächsten Besuch.
Wo Chrome punktet
Einen klaren Vorteil von Chrome blendet die Vergleichsseite aus: Lesezeichen und Passwörter lassen sich auch mit Windows- und Android-Geräten synchronisieren. Wer einen Mac mit einem Android-Smartphone kombiniert, profitiert davon im Alltag.
Die Seite zeigt, wie offensiv Apple Safari inzwischen gegen den größten Konkurrenten ins Feld führt – auch wenn die Testbedingungen eng gefasst sind.
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