Sony: PlayStation-Konten unbefugt genutzt, keine Zahlen genannt
Sony-Finanzchef Lin Tao sagt nur, man habe Maßnahmen ergriffen: Auf PlayStation-Profilen tauchen unerlaubt Familienkonten auf. Zahlen zu Betroffenen fehlen.

Sony Group hält sich zu einem Sicherheitsproblem bei PlayStation bedeckt. Bei dem Online-Dienst werden Nutzerprofilen ohne Erlaubnis Familienkonten hinzugefügt. Finanzchef Lin Tao sagte bei der Bilanzpressekonferenz am 5. November lediglich, es seien Maßnahmen ergriffen worden.
Tao entschuldigte sich und erklärte, man nehme die Sache „sehr ernst“. Zugleich bat er um Verständnis, dass bereits gehandelt werde. Wie viele Konten betroffen sind und was genau unternommen wurde, nannte er nicht.
Starke Zahlen, wenig Auskunft
Die Zurückhaltung steht im Kontrast zur Geschäftslage. Im September zählte PlayStation rund 127 Millionen monatlich aktive Nutzer, ein Rekord. Wegen des starken Spielegeschäfts hob Sony die Prognose für den konsolidierten Nettogewinn im Geschäftsjahr bis März 2027 von 1,21 auf 1,33 Billionen Yen an.
Im Halbjahr bis September 2026 stieg der Umsatz um 9,4 Prozent auf 6,2672 Billionen Yen, der Nettogewinn legte um 38,8 Prozent auf 791,7 Milliarden Yen zu.
Mehrere Vorfälle im Konzern
Der PlayStation-Fall reiht sich in mehrere Sicherheitsvorfälle der Gruppe ein. Beim Internetdienst von Sony Network Communications flossen rund 2,58 Millionen persönliche Datensätze ab. Auch bei Sony Bank und Sony Life Insurance gelangten Kundendaten wie Kontonummern nach außen.
Diese Vorfälle hat Sony öffentlich gemacht, Auswirkungen auf PlayStation-Nutzer jedoch nicht. Für Spieler bleibt offen, ob ihr Konto verändert wurde und welchen Schutz Sony bietet. Solange das Unternehmen keine Zahlen oder technischen Details nennt, bleibt Nutzern vor allem, die eigenen Familieneinstellungen zu prüfen.
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