SK Hynix: Speicherknappheit könnte bis 2030 andauern
SK Hynix hat seine DRAM- und HBM-Kapazitäten praktisch bis Ende 2029 verkauft. Die Speicherknappheit könnte wegen des KI-Booms bis 2030 anhalten.

Der Speicherhersteller SK Hynix rechnet damit, dass die Knappheit bei DRAM und NAND bis 2030 anhalten könnte. Die Prognose legte das Unternehmen zusammen mit Rekordzahlen für das dritte Quartal 2026 vor.
Laut SK Hynix sind die verfügbaren Produktionskapazitäten für DRAM und HBM bis Ende 2029 praktisch ausverkauft. Sie sind durch bestehende Lieferverträge oder weit fortgeschrittene Verhandlungen mit Kunden abgedeckt. Mit 14 wichtigen Abnehmern, darunter große Cloud-Anbieter, hat der Konzern langfristige Verträge geschlossen. Diese sichern mehr als die Hälfte der gesamten Produktionskapazität für die Jahre 2027 und 2028.
HBM-Nachfrage übersteigt Angebot deutlich
Am angespanntesten ist die Lage bei HBM, das in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt. Die Nachfrage der Kunden nach diesen Chips ist nach Angaben von SK Hynix inzwischen mehr als doppelt so hoch wie die lieferbare Menge.
Die Produktion lasse sich nicht über Nacht ausweiten, so das Unternehmen. Der Bau neuer Fabriken und die Einführung moderner Fertigungsprozesse brauchen Zeit, während die durch künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage weiter steigt. Für 2027 erwartet SK Hynix ein DRAM-Nachfragewachstum von rund 20 bis 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei NAND von etwa 15 bis 19 Prozent.
Folgen für Käufer
Der Wettbewerb um Fertigungskapazitäten zwischen Rechenzentren und KI-Infrastruktur auf der einen und Unterhaltungselektronik auf der anderen Seite trifft bereits PC-Hersteller, Smartphone-Anbieter und SSD-Produzenten. Höhere Speicherkosten können sich in teurerer Hardware für Verbraucher niederschlagen.
SK Hynix betont, dass dies nicht bedeute, dass jede Speicherart über den gesamten Zeitraum gleich knapp bleibe oder die Preise ununterbrochen stiegen. Die Prognose zeigt aber: Auf eine rasche Rückkehr zum Gleichgewicht sollte der Markt nicht setzen. Käufer müssen sich womöglich deutlich länger auf hohe Preise für RAM und SSDs sowie auf teurere Computer und andere Geräte mit diesen Bauteilen einstellen, als vielen lieb ist.
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