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Start-ups·1 Min. Lesezeit

Sequoia Capital schließt Londoner Büro und zieht sich aus Europa zurück

Sequoia Capital macht sein 2020 eröffnetes Büro in London dicht und will europäische Startups künftig aus dem Raum San Francisco betreuen.

Glass office building in central London with a city skyline, representing the closure of Sequoia Capital's UK office.
Bild: Maddyness - Le média pour comprendre l'économie de demain

Der US-Wagniskapitalgeber Sequoia Capital, bekannt für frühe Investments in Apple, Stripe und Airbnb, schließt sein Büro in London. Die Niederlassung war im September 2020 eröffnet worden, um das Europa-Geschäft zu beschleunigen, und wird nach sechs Jahren wieder aufgegeben. Einen genauen Termin nannte das Unternehmen bislang nicht.

Zur Begründung heißt es in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken knapp: „Wir sind schlicht der Ansicht, dass eine lokale Präsenz nicht nötig ist.“ Mehrere Mitarbeitende verlassen das Unternehmen, an der Qualität des Londoner Teams soll die Entscheidung laut Sequoia aber nichts ändern.

Europäische Startups will der Fonds nicht aufgeben. Gründerinnen und Gründer des Kontinents sollen direkt vom Hauptsitz in der Region San Francisco aus betreut werden. Man sei überzeugt, dass Europa weiterhin außergewöhnliche Unternehmer und Unternehmen hervorbringe.

Teil einer größeren Umstrukturierung

Die Schließung fällt in eine umfassendere Neuordnung. Sequoia legt die Teams für Frühphasen- und Wachstumsinvestments zusammen und will die Hierarchie zwischen den Partnern abflachen. Zudem hat der Fonds nach eigenen Angaben rund 10 Milliarden US-Dollar an neuen Mitteln eingesammelt.

In Europa war Sequoia zuletzt vor allem in der französischen Tech-Szene aktiv. Der Fonds investierte in das Einhorn Pennylane, das Buchhaltung und Finanzverwaltung für Unternehmen anbietet, sowie in KI-Startups wie Gladia und Dust.

Der Rückzug kommt nicht völlig überraschend: Bereits zuvor hatte Sequoia sein Scouts-Programm in Frankreich und Europa beendet, über das Unternehmer und Investoren junge Startups finanzieren konnten.

Andere US-Fonds gingen voraus

Sequoia ist nicht der erste große US-Investor, der London verlässt. Coatue schloss sein Büro in der britischen Hauptstadt bereits 2024. Andreessen Horowitz folgte ein Jahr später, weniger als zwei Jahre nach der Eröffnung.

Für europäische Gründer bedeutet das: Der Zugang zu Kapital und Beratung großer Silicon-Valley-Namen läuft künftig verstärkt über Kalifornien statt über Ansprechpartner vor Ort.

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Schlagwörter:sequoia capitalventure capitallondoneuropean techfrench techrestructuring

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