Vensum Power sammelt 9 Mio. € ein, um Stromverluste in KI-Rechenzentren zu senken
Das finnische Deeptech-Unternehmen Vensum Power erhält 9 Millionen Euro für die Serienfertigung seiner softwaredefinierten Wandler und den Einstieg in KI-Rechenzentren.

Das finnische Deeptech-Unternehmen Vensum Power hat in einer Series-A-Runde 9 Millionen Euro eingesammelt. Die Runde wurde gemeinsam von Lifeline Ventures, der Larsen & Toubro Group und Eviny Ventures angeführt. Das Geld soll die Massenproduktion der Leistungswandler-Technologie sowie den Einstieg in KI-Rechenzentren finanzieren. Insgesamt hat das Unternehmen damit 15,2 Millionen Euro eingeworben.
Vensum Power entwickelt eine softwaredefinierte Plattform zur Stromwandlung, die die Energieeffizienz erhöhen soll, indem sie Verluste bei der Umwandlung verringert. Anwendungen sind unter anderem das Laden von Elektrofahrzeugen, Energiespeichersysteme und DC-Microgrids.
Effizienz bei schwankender Last
Mit steigendem Strombedarf gewinnen Wandlungsverluste an Bedeutung. Nach Angaben des Unternehmens bleiben die Wandler dank des softwaredefinierten Ansatzes auch bei schnell wechselnden Lasten hocheffizient. So lässt sich die vorhandene Leistungskapazität besser nutzen.
Zusätzlich nimmt das Unternehmen KI-Rechenzentren ins Visier, wo steigender Strombedarf und knappe Netzkapazität zusätzlichen Druck erzeugen. Die Technologie soll die Stromzufuhr zur Recheninfrastruktur effizienter machen, damit Betreiber ihre bestehende Kapazität besser ausschöpfen.
CEO Peter Nisula sieht in der Finanzierung den Übergang von der Technologieentwicklung zur industriellen Produktion und zugleich die Chance, die Technik in KI-Rechenzentren einzusetzen. „Die Frage in Rechenzentren lautet nicht mehr nur, wie leistungsfähig die Chips sind, sondern wie effizient der verbrauchte Strom sie tatsächlich erreicht“, sagte er. Dank des softwaredefinierten Ansatzes arbeiteten die Wandler auch bei schnell wechselnden Lasten gleichbleibend mit extrem hohem Wirkungsgrad.
Wie es weitergeht
Mit dem neuen Kapital will Vensum Power die Plattform 2027 in die Massenproduktion bringen. Zunächst stehen E-Auto-Ladetechnik, Energiespeicher und DC-Microgrids im Fokus, parallel soll die Technologie auf den Markt für KI-Rechenzentren ausgeweitet werden.
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