Scale AI: Noyb reicht fünf Beschwerden in Europa ein
Die Datenschutzorganisation Noyb hat am 27. Oktober 2026 mit drei Partnern fünf Beschwerden gegen Scale AI eingereicht, in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Österreich.

Die Organisation für digitale Rechte None of your business (Noyb) hat fünf Beschwerden gegen das Start-up Scale AI eingereicht. Die Eingaben vom 27. Oktober 2026 gingen in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Österreich ein.
Zusammen mit Noyb traten drei Partner auf: Intérêt à Agir, DiPLab und Reversing.Works. Im Fokus steht Scale AI, ein Unternehmen, das menschliche Arbeitskraft für künstliche Intelligenz bereitstellt. Gemeint sind jene Datenarbeiter, die Inhalte zum Training von KI-Modellen beschriften und prüfen.
Warum der Fall relevant ist
Im Raum steht die Frage, ob diese Beschäftigten, oft als „kleine Hände“ der KI bezeichnet, ohne ihr Wissen überwacht wurden. Welche konkreten Vorwürfe erhoben werden, auf welche Rechtsgrundlagen sich die Beschwerdeführer stützen und welche Behörden die einzelnen Eingaben bearbeiten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Die Wahl von vier verschiedenen Ländern deutet jedoch auf ein abgestimmtes Vorgehen hin: Europäische Datenschutzaufsichten sollen prüfen, wie das Unternehmen mit den Menschen umgeht, die diese Arbeit leisten. Für die gesamte KI-Branche, die stark auf ausgelagerte Annotation und Moderation setzt, könnte der Fall den Blick auf Arbeitsbedingungen und Datenschutzrechte der Beschäftigten lenken.
Wie es weitergeht
Nun entscheiden die nationalen Behörden, wie sie mit den Beschwerden verfahren. Ob sie Untersuchungen einleiten, sich abstimmen oder zu einer Entscheidung kommen, ist offen. Eine Stellungnahme von Scale AI liegt nicht vor.
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