Russland: Sperre unmarkierter Bankanrufe bis 13. November verschoben
Russische Mobilfunkanbieter und Banken haben vereinbart, Anrufe von Finanzinstituten ohne Kennzeichnung bis zum 13. November 2026 nicht zu blockieren.

Russische Mobilfunkanbieter und Banken haben sich darauf geeinigt, eingehende Anrufe von Finanzinstituten bis zum 13. November 2026 nicht einzuschränken, auch wenn sie nicht gekennzeichnet sind. Das bestätigte das Ministerium für digitale Entwicklung. Ursprünglich wollten die Netzbetreiber solche Anrufe ab dem 15. Oktober 2026 sperren.
Die vier großen Anbieter MTS, Beeline, MegaFon und T2 haben den fünf größten Banken ihre Vorschläge für die Kennzeichnungsbedingungen übermittelt. Die Institute brauchen nun Zeit, um die Verträge abzustimmen.
Wie der Streit entstand
Anfang 2026 hörten die Anbieter auf, Anrufe großer Banken zu kennzeichnen. Laut damaligen Quellen hatten die Kreditinstitute keine Vereinbarungen mit den Netzbetreibern geschlossen. Im September warnten die Anbieter das Ministerium, sie würden ab dem 15. Oktober Anrufe von Banken ohne Kennzeichnungsvertrag blockieren. Genannt wurden unter anderem Sber, VTB, T-Bank, Alfa-Bank, Gazprombank, Renaissance Credit und Sovcombank.
Das Ministerium bat darum, die Entscheidung bis Anfang November zu vertagen. Mitte Oktober erhielten Russen Anrufe von Banken, die mit den Namen fremder Unternehmen gekennzeichnet waren.
Was das Gesetz verlangt
Im Frühjahr 2025 wurde ein Gesetz zur verpflichtenden Kennzeichnung von Anrufen von Unternehmen und Einzelunternehmern verabschiedet. Die Anforderungen gelten seit dem 1. September 2025.
Die „überwältigende Mehrheit“ der Finanzinstitute hat laut Ministerium bereits Verträge mit den Anbietern abgeschlossen. Die übrigen, darunter systemrelevante Banken, befänden sich „in der Phase der Erörterung und Unterzeichnung“.
Für Kunden bedeutet der Aufschub, dass Anrufe großer Banken vorerst weiter ankommen. Sind die Verträge bis zum 13. November nicht unterzeichnet, dürfte die Sperre unmarkierter Anrufe jedoch wieder auf die Tagesordnung kommen.
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