Rohto Pharmaceutical: Daten von 2,8 Millionen Kunden abgeflossen
Beim japanischen Konzern Rohto Pharmaceutical sind Daten von 2.797.545 Kunden abgeflossen. In Gesprächsaufzeichnungen fanden sich Kartendaten von 9.715 Personen.

Der japanische Pharmakonzern Rohto Pharmaceutical hat am 6. November bestätigt, dass bei einem am 11. September gemeldeten unbefugten Zugriff die persönlichen Daten von 2.797.545 Kunden abgeflossen sind. Die Untersuchung ergab zudem, dass auch Kreditkartendaten von 9.715 Personen erbeutet wurden.
Was erbeutet wurde
Die Daten stammen aus mehreren Kundenverwaltungssystemen und umfassen Namen, Adressen und Telefonnummern; welche Angaben betroffen sind, unterscheidet sich je nach Person. Zusätzlich griffen die Täter Gesprächsaufzeichnungen aus dem Telefonsystem des Versandhandels ab. Sie stammen aus Teilzeiträumen zwischen dem 10. September 2025 und dem 5. September 2026.
In den Aufzeichnungen von 9.715 Personen sind Kreditkartennummern und Ablaufdatum enthalten. Sicherheitscodes und Passwörter waren laut Unternehmen nicht dabei.
Wie die Täter eindringen konnten
Am 10. September meldete der Betreiber des Telefonsystems Rohto verdächtige Zugriffe. Gemeinsam mit externen Fachleuten stellte das Unternehmen fest, dass Dritte mit missbrauchten Kontodaten des Telefonsystems eindrangen und darüber Informationen aus mehreren Kundenverwaltungssystemen abriefen.
Maßnahmen und Ausblick
Betroffene werden schrittweise per Post und E-Mail informiert. Rohto arbeitet mit den Kartenunternehmen zusammen, um missbräuchliche Nutzung zu überwachen, und bat sie, dafür zu sorgen, dass Betroffene die Kosten für eine Kartenneuausstellung nicht tragen müssen.
Als Konsequenz wurden die Passwörter aller betroffenen Konten gleichzeitig geändert. Kreditkartennummern werden am Telefon nicht mehr abgefragt, die Zahlung läuft stattdessen schriftlich. Folgeschäden durch den Vorfall sind nach Angaben des Unternehmens bislang nicht bekannt.
Wer telefonisch bei Rohto bestellt hat, sollte seine Kartenabrechnungen genau prüfen, denn Kartennummer und Ablaufdatum waren betroffen, auch wenn der Sicherheitscode fehlt.
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