OpenAI will laut Bericht Googles TPU-Chips neben Nvidia kaufen
OpenAI plant offenbar den Kauf von Googles KI-Chips, den Tensor Processing Units. Finanzielle Details nannte die Quelle nicht, eine Bestätigung steht aus.

OpenAI will KI-Chips von Google kaufen. Das geht aus einem Bericht vom Dienstag hervor, der sich auf eine mit der Sache vertraute Person beruft. Zu den finanziellen Bedingungen und weiteren Einzelheiten des geplanten Kaufs gibt es keine Angaben. Unabhängig bestätigt ist die Meldung nicht: OpenAI lehnte einen Kommentar ab, Google reagierte zunächst nicht auf Anfragen.
Gemeint sind Googles Tensor Processing Units (TPUs), Prozessoren, die speziell für KI-Aufgaben entwickelt wurden. Für OpenAI, einen der größten Abnehmer von Nvidia-Grafikprozessoren, wäre das eine Kursänderung.
Neuer Großkunde für ein junges Geschäft
Google würde mit OpenAI einen bedeutenden Kunden für Hardware gewinnen, die das Unternehmen erst seit Kurzem verkauft. Im April kündigte Google an, TPU-Hardware direkt an einen kleinen Kreis von Kunden zu liefern, die die Chips in eigenen Rechenzentren betreiben. Die Nachfrage wuchs durch Abkommen unter anderem mit Anthropic. Google hat so viel TPU-Kapazität verkauft, dass sogar die eigenen Forscher auf Zugang warten mussten.
Alphabet-Finanzchefin Anat Ashkenazi erklärte, das Unternehmen erwarte bis Ende des Jahres einen kleinen Teil der TPU-Verkaufserlöse zu verbuchen, der Großteil folge 2027. Alphabet legt heute seine Quartalszahlen vor.
Rivalen mit wachsenden Verbindungen
OpenAI und Google konkurrieren bei KI-Produkten und in der Suche, doch die Geschäftsbeziehungen werden enger. Vergangene Woche kündigte OpenAI an, seine Spitzenmodelle auch über Google Cloud anzubieten, nach einem ähnlichen Schritt mit Amazon Web Services. Das Verhältnis schwankte schon früher: Im Juni 2025 hieß es, OpenAI mietete erstmals Googles Chips, erklärte aber bald darauf, diese vorerst nicht in Produkten einsetzen zu wollen.
Zugleich baut OpenAI eigene Hardware. Im Juni stellte das Unternehmen seinen ersten selbst entworfenen KI-Chip vor, entwickelt mit Broadcom, und will ihn bis Ende des Jahres einsetzen.
Der Bericht fällt in eine Phase hoher Investitionen in KI-Rechenleistung. Amazon, Microsoft und Alphabet wollen laut Reuters in diesem Jahr zusammen bis zu 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur stecken.
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