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Neura Robotics: David Reger will Robotik zur neuen Autoindustrie machen

Neura-Gründer David Reger will, dass Robotik für Deutschland so wichtig wird wie einst die Autoindustrie. Im Juni sammelte sein Unternehmen 1,4 Milliarden Dollar ein.

David Reger, founder of Neura Robotics, in a black jacket and T-shirt speaking in a modern conference room.
Bild: Business Insider

David Reger, Gründer des Robotik-Unternehmens Neura, verfolgt ein klares Ziel: Robotik soll für Deutschland so bedeutend werden wie einst die Autoindustrie. Der 38-Jährige gilt inzwischen als eine der größten Tech-Hoffnungen des Landes.

Im Juni verkündete Neura die bis dahin größte Finanzierungsrunde in Deutschland: 1,4 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro. Zu den Geldgebern zählen Amazon und Nvidia sowie die Automobilzulieferer Bosch und Schaeffler. Sie setzen darauf, dass Neura Millionen kognitiver Roboter für die Industrie trainiert – KI-basierte Maschinen, die ihre Umgebung per Sensoren wahrnehmen, aus Erfahrung lernen und selbstständig entscheiden.

Von 180 auf über 1800 Mitarbeiter

Vor zwei Jahren beschäftigte Neura 180 Menschen, heute sind es mehr als 1800. Investoren taxieren den Unternehmenswert auf über sieben Milliarden Euro. Reger zeigt das Prinzip am Laptop: Eine Kamera scannt einen Stuhl als 3D-Modell, auf dieselbe Weise lassen sich ganze Produktionsstraßen als digitale Zwillinge erfassen, in denen Roboter üben, bevor sie in echten Fabriken arbeiten.

Reger wuchs mit zehn Geschwistern im schwäbischen Metzingen auf, besuchte die Hauptschule und lernte Modellbauer in einer Gießerei. Später arbeitete er als Sozialarbeiter in San Francisco. Zurück in Europa begann er ohne Studium als Ingenieur in der Schweiz und eignete sich den Rest im Selbststudium an. Er wolle „Europas größter Steuerzahler“ werden und den Sozialstaat erhalten.

Arbeitsplätze, China und Robotersteuer

Bis 2030 will Neura Millionen Roboter bauen. Ein Gerät kostet derzeit rund 60.000 Euro und kann mehrere Facharbeiter ersetzen, weil es rund um die Uhr arbeitet. Reger verweist auf Hunderttausende anstehende Renteneintritte und fehlenden handwerklichen Nachwuchs, räumt aber ein, dass sich langfristig schwer sagen lasse, was die Menschen dann tun.

Eine Analyse des FERI Cognitive Finance Institute und des Fraunhofer IPA sieht Deutschland mit Firmen wie Neura „gut positioniert“, doch China verschaffe sich durch Tempo und Skalierung große Vorteile. Entscheidend sei die gesellschaftliche Akzeptanz. Reger schlägt vor, Renten- und Krankenkassenbeiträge auf Roboter-Arbeit abzuführen – eine Idee, die schon Bill Gates ins Gespräch gebracht hatte.

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Schlagwörter:neura roboticsdavid regerroboticsgermanyfundingnvidia

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