Muji legt Onlineshop und App nach Datenleck vorübergehend still
Muji-Betreiber Ryohin Keikaku hat den Onlineshop abgeschaltet und die MUJI-App weitgehend gesperrt, um nach dem möglichen Datenleck die Sicherheit zu erhöhen.

Der japanische Einzelhändler Ryohin Keikaku, Betreiber der Marke Muji, hat am 6. November den Onlineshop „Muji Net Store“ vorübergehend stillgelegt. Als Grund nennt das Unternehmen die Verstärkung der Sicherheit. Der Shop soll innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder erreichbar sein.
Laut Unternehmen sind sämtliche Dienste und Funktionen der Onlineshop-Website derzeit nicht verfügbar. Auch die offizielle MUJI-App ist weitgehend lahmgelegt: Lediglich die Anzeige des Mitgliedsbarcodes in „MUJI Members“ funktioniert weiterhin.
Dritte Mitteilung zum möglichen Datenabfluss
Die Ankündigung ist die dritte Meldung zum möglichen Abfluss von Nutzerdaten aus der MUJI-App, nach den Mitteilungen vom 30. Oktober und 4. November. Ryohin Keikaku erklärt, der Schutz der Nutzerdaten habe oberste Priorität; um weitere Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen, seien die Dienste pausiert worden.
In den früheren Meldungen war beim Vorfall vom 30. Oktober von 27,26 Millionen Datensätzen mit persönlichen Informationen die Rede. Das Update vom 4. November besagte, dass auch der Onlineshop betroffen sei und teilweise Kartendaten involviert seien.
Folgen für Kunden
Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Bestellungen im Onlineshop und die meisten App-Funktionen sind bis zur Wiederaufnahme nicht nutzbar. Den Mitgliedsbarcode können sie in der App weiterhin vorzeigen.
Das Unternehmen nennt ein Ziel von ein bis zwei Tagen für die Wiederöffnung, macht in der Mitteilung aber keine näheren Angaben zu den technischen Maßnahmen. Nutzer von App und Onlineshop sollten mit weiteren Hinweisen von Ryohin Keikaku rechnen.
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