Osegi
KI·2 Min. Lesezeit

Mistral Large 4 mit offenen Gewichten: Deutlich besser im Code

Mistral AI hat die Gewichte von Mistral Large 4 mit einer Billion Parametern auf Hugging Face veröffentlicht. Drei Wochen Training verbesserten vor allem die Code-Leistung.

Illustration of the Mistral Large 4 AI model, a one-trillion-parameter mixture-of-experts system released with open weights.
Bild: Numerama

Mistral AI hat am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, die Gewichte von Mistral Large 4 auf Hugging Face veröffentlicht. Das Modell mit dem Spitznamen „Le Chonk“ umfasst eine Billion Parameter und lässt sich nun auf eigenen Servern betreiben. Bei der Vorstellung am 6. Oktober war es nur über eine kostenpflichtige API verfügbar.

Gewichte sind die Einstellungen, die ein Modell im Training lernt. Wer sie herunterlädt, kann das Modell nutzen, ohne Daten an Mistral zu schicken. Large 4 setzt auf eine Mixture-of-Experts-Architektur mit 128 spezialisierten Experten. Pro Token sind nur vier davon plus ein gemeinsamer Experte aktiv, das entspricht 49 Milliarden Parametern (52 Milliarden inklusive Ein- und Ausgabeschichten). Der Vorgänger Mistral Large 3 kam auf 675 Milliarden Parameter, davon 41 Milliarden aktiv.

Was sich seit der Vorschau geändert hat

In den drei Wochen setzte Mistral das Reinforcement Learning fort, vor allem bei Code und Cybersicherheit. Laut Unternehmen stieg der Wert im Terminal-Bench 4.0 von 28 auf 41 Prozent, einen Punkt vor dem chinesischen GLM-5.3 mit 40 Prozent. Auch DeepSeek V4.1 Flash (31), Kimi K3 (21) und Muse Spark Open (6) liegen dahinter. Im Code-Index von Artificial Analysis erreicht Large 4 48 Prozent, gleichauf mit GLM-5.3, und braucht dafür im Schnitt 47 Prozent weniger Tokens pro Aufgabe.

In der Dokumentation auf Hugging Face räumt Mistral ein, dass die besten chinesischen offenen Modelle im Gesamtindex von Artificial Analysis weiter vorn liegen. Large 4 kommt dort auf 26 Punkte, der beste Wert unter westlichen offenen Modellen. Die Suchmaschine Ecosia hatte Mistral Anfang Oktober durch chinesische Modelle wie Qwen, Kimi und GLM ersetzt.

Günstigere API, engere Lizenz

Die API-Preise sinken um etwa die Hälfte: 0,70 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 2,10 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens, zuvor 1,36 und 4,18 Dollar in der Vorschau.

Die Lizenz ist weniger offen als die Apache 2.0 bei Large 3. Die neue Mistral Ecosystem Open-Weight License, eine abgewandelte MIT-Lizenz, erlaubt kommerzielle Nutzung. Unternehmen, die den Zugang zum Modell als Dienst weiterverkaufen, brauchen jedoch eine gesonderte Vereinbarung mit Mistral.

Auf einem normalen PC läuft das Modell nicht. Schon die komprimierte Fassung benötigt vier Nvidia-Rechenzentrums-GPUs vom Typ B200 oder B300, die volle Version acht.

Schlagwörter:mistral aimistral large 4open weightshugging facemoellm

Mehr von diesem Tag

Alle anzeigen →

Mehr aus: KI

Alle anzeigen →