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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Patientenakte: Verbände fordern Neustart der Gesundheitsdigitalisierung

Mehrere Verbände halten die elektronische Patientenakte in ihrer heutigen Form für nutzlos und verlangen einen grundlegenden Neustart der Gesundheitsdigitalisierung.

A doctor using a tablet to view a digital patient record in a clinic.
Bild: heise online

Mehrere Verbände fordern einen kompletten Neustart der Gesundheitsdigitalisierung in Deutschland. Die elektronische Patientenakte (ePA) sei in ihrer heutigen Form nutzlos, lautet ihr Urteil.

Die Forderung kommt von einem Bündnis, das die digitale Gesundheitsstrategie von Grund auf neu aufsetzen will, statt sie Schritt für Schritt nachzubessern. Die ePA liefere in ihrem aktuellen Zustand nicht den Nutzen, der Patientinnen, Patienten, Ärzteschaft und anderen Leistungserbringern versprochen wurde.

Warum das wichtig ist

Die Patientenakte soll der zentrale Ort sein, an dem medizinische Informationen wie Befunde, Diagnosen und Medikation gespeichert und zwischen Praxen, Kliniken und Apotheken geteilt werden. Stimmt die Kritik der Verbände, stellt sich die Frage nach dem Aufwand, den Praxen und Versicherte für die Einführung betrieben haben – und nach dem Vertrauen in künftige digitale Gesundheitsanwendungen.

Der Ruf nach einem Neustart setzt zugleich die Politik unter Druck. Er würde bedeuten, bisherige technische und organisatorische Entscheidungen zu überprüfen, statt den eingeschlagenen Weg einfach fortzusetzen.

Wie es weitergeht

Ob Politik und die für die Telematikinfrastruktur zuständigen Stellen die Forderung aufgreifen, ist offen. Die Verbände verlangen eine grundsätzliche Kurskorrektur und keine kleinen Anpassungen an der bestehenden Akte. Details ihrer Vorschläge lagen bei Redaktionsschluss nicht vor.

Schlagwörter:electronic patient recordepagermanydigital healthhealthcare

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