Mirae Asset Securities gehackt: Daten von 3.800 Kunden betroffen
Bei Mirae Asset Securities sind nach einem Hackerangriff Kontonummern von rund 3.800 Kunden und Daten von etwa 35.000 Beschäftigten abgeflossen. Finanzielle Schäden gibt es bislang nicht.

Der südkoreanische Broker Mirae Asset Securities hat einen Hackerangriff eingeräumt, bei dem Informationen von rund 3.800 Kunden und etwa 35.000 Beschäftigten abgeflossen sind. Nach Angaben des Unternehmens sind bislang keine finanziellen Schäden bekannt. Die Website und die wichtigsten Finanzdienste laufen demnach normal.
Die Angriffe erfolgten laut Unternehmen am 4. und 5. November. Betroffen waren der mobile Web-Login per Handynummern-Authentifizierung sowie das interne Groupware-System „mi-global“.
Welche Daten betroffen sind
Bei den Kunden handelt es sich um die Kontonummern von rund 3.800 Personen. Bei den Beschäftigten sind Daten von 35.255 Mitarbeitenden betroffen, darunter Namen und Personalnummern. E-Mail-Adressen, Mobilfunknummern und verschlüsselte Passwörter wurden zusätzlich abgegriffen, allerdings nur bei einem Teil der Personen.
Eindeutige Identifikationsnummern und sensible Daten sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Das gilt für die Einwohnermeldenummer, Reisepassnummer, Führerscheinnummer und die Registrierungsnummer für Ausländer.
Reaktion und Meldung
Mirae Asset hatte nach eigenen Angaben ungewöhnliche Zugriffe von einer externen IP-Adresse festgestellt, den Zugangsweg gesperrt und das Notfallsystem aktiviert. Der Vorfall und der Abfluss persönlicher Kreditdaten wurden der Finanzdienstleistungskommission, der Finanzaufsicht und der Datenschutzkommission gemeldet.
Ein Unternehmenssprecher sprach von einem Fall, in dem Außenstehende ohne reguläre Berechtigung Daten eingesehen hätten. Es habe weder eine Infektion mit Schadsoftware noch einen Dienstausfall gegeben.
Der Vorfall reiht sich in mehrere Hackerangriffe im südkoreanischen Finanzsektor ein. Nach der Meldung an die Behörden dürfte nun der Schutz von Kunden- und Mitarbeiterdaten bei dem Broker genauer geprüft werden, insbesondere bei Authentifizierung und internen Werkzeugen.
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