Osegi
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Joshin entschuldigt sich für mögliches Datenleck mit 6 Mio. Einträgen

Der japanische Elektronikhändler Joshin räumt ein, dass über 6 Millionen Kundendaten nach unbefugtem Zugriff abgeflossen sein könnten. Der Präsident entschuldigte sich öffentlich.

Executive bowing in apology at a press conference in front of a Japanese electronics retail store
Bild: zdnet.co.kr

Der japanische Elektronikhändler Joshin hat sich öffentlich entschuldigt: Nach dem unbefugten Zugriff eines Dritten auf einen Server könnten mehr als 6 Millionen Kundendaten, darunter Namen und Adressen, abgeflossen sein.

Präsident Tetsuya Takahashi eröffnete die Pressekonferenz zur Halbjahresbilanz am 6. November mit einer Entschuldigung. Als oberster Verantwortlicher des Unternehmens bedauerte er zutiefst die Unannehmlichkeiten und Sorgen, die den Kunden entstanden seien.

Welche Daten betroffen sein könnten

Betroffen ist der Datenbankserver mit den Mitgliederinformationen. Neben Namen und Adressen könnten laut Unternehmen auch zwei Bilder von Führerscheinen, Daten einer My-Number-Karte sowie fünf Kontonummern abgeflossen sein.

Joshin mit Sitz in Osaka wurde etwa im Oktober Ziel des unbefugten Zugriffs. Die Ursache wird noch untersucht.

Weniger Daten speichern

Als Gegenmaßnahme will Joshin künftig keine Kundendaten mehr vorhalten, die nicht benötigt werden. Takahashi sagte, der Vorfall habe Punkte offengelegt, über die das Unternehmen im Umgang mit der Datenspeicherung nachdenken müsse. Das deutet auf eine Linie hin, möglichst wenige unnötige Informationen zu halten. Lokale Medien berichten, dass Joshin bereits mit dem Löschen nicht benötigter Daten begonnen hat.

Der Fall zeigt, wie große Mitgliederdatenbanken im Handel zum Risiko werden, wenn sich alte oder überflüssige Datensätze ansammeln. Ausweisdokumente und Kontonummern erhöhen für die Betroffenen das Betrugsrisiko, selbst wenn es nur wenige Fälle gibt.

Wie die Angreifer ins System gelangten, ist bislang nicht geklärt. Die Ergebnisse der Untersuchung dürften bestimmen, welche weiteren Schutzmaßnahmen Joshin ergreift.

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Schlagwörter:joshindata breachjapanpersonal dataretailcybersecurity

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