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Sicherheit·1 Min. Lesezeit

Japan beschließt Cybersicherheits-Notpaket mit 10 Mrd. Yen

Japans Regierung hat ein Notpaket zur Cybersicherheit beschlossen und stellt dafür 10 Milliarden Yen aus der Reserve bereit. Es ruht auf vier Säulen.

Japanese government officials at a cabinet meeting on cybersecurity, with a digital shield graphic symbolizing national cyber defense.
Bild: Impress Watch

Japans Regierung hat ein „Notpaket für Cybersicherheit“ beschlossen und stellt dafür 10 Milliarden Yen aus der Haushaltsreserve bereit. Anlass sind anhaltende Cyberangriffe und Datenlecks. Das Kabinett billigte die Mittel am 6. November; weitere Finanzmaßnahmen werden geprüft.

Ministerpräsidentin Sanae Takaichi rief zu Beginn einer Sitzung der zuständigen Minister dazu auf, die Abwehrfähigkeit des ganzen Landes mit voller Kraft zu stärken. Sie kündigte zudem eine Änderung des Gesetzes zur Stärkung der Cyberabwehr an und beauftragte Cybersicherheitsminister Toshiharu Furukawa mit der Prüfung.

Vier Säulen

Das Paket verweist auf viele Fälle, in denen Organisationen oder Auftragnehmer Grundlagen vernachlässigten: ungepatchte bekannte Schwachstellen, fehlerhaft konfigurierte Websites und mangelnde Sicherheit bei der Anwendungsentwicklung. KI ermögliche es Angreifern inzwischen, solche Lücken schnell und in großem Umfang auszunutzen. Die vier Säulen sind konsequente Basismaßnahmen unter Einsatz von KI, bessere Informationsgewinnung und Ermittlung, strategische Reaktion auf Angriffe sowie mehr Hilfe für Betroffene.

Konkret sollen Schwachstellentests der Regierungssysteme vorgezogen und Kommunen bei KI-gestützten Schwachstellenscans unterstützt werden. Das Forschungsinstitut NICT, das die zuletzt problematischen „A2B“-Angriffe identifizierte, erhält mehr Analysekapazität. Die Behörde IPA will schon zu Jahresbeginn ein Pilotprojekt für ein Beobachtungsnetz gegen Angriffe auf Lieferketten starten.

Im November entsteht ein Outreach-Team, das gefährdete Organisationen aktiv kontaktiert. Ein staatlich-privates Cyber-Hilfsteam soll betroffene Firmen bei der Ersterkennung unterstützen. Betreiber kritischer Infrastruktur sollen „Threat Hunting“ betreiben; Handbücher und Erkennungswerkzeuge werden bis Jahresende bereitgestellt. Angriffsinfrastruktur soll abgeschaltet werden.

Schnellere Meldungen

Takaichi forderte, dass Informationen über Angriffe das Nationale Cyberamt binnen Stunden, spätestens am selben Tag erreichen. Außerdem soll nach dem Vorbild anderer Staaten ein System geprüft werden, mit dem das Amt verdächtigen Datenverkehr zu Unternehmen erkennen kann. Für Opfer entstehen Beratungsstellen; rund 60.000 Digitalbeauftragte werden geschult. Lieferkettenrisiken bei IT-Systemen nannte sie nicht zu übersehen.

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Schlagwörter:japancybersecuritygovernmentaia2b attacknict

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