IT-Jobsuche in Russland: 88 % haben Schwierigkeiten, KI-Skills gefragt
Fast 90 Prozent der IT-Fachkräfte in Russland suchen mindestens drei Monate nach einer Stelle. KI-Kenntnisse werden für Arbeitgeber zunehmend wichtig.

Fast 90 Prozent der IT-Fachkräfte in Russland brauchen mindestens drei Monate für die Jobsuche. Das geht aus einer gemeinsamen Studie von Habr Career und Infosystems Jet hervor. Insgesamt berichteten 88 Prozent der Befragten von Schwierigkeiten bei der Suche.
An der Umfrage nahmen IT-Spezialisten (69 Prozent) sowie Führungskräfte und HR-Mitarbeitende mit Einstellungsverantwortung (31 Prozent) teil. Rund 60 Prozent gaben an, dass automatisierte Bewerbersysteme ihre Lebensläufe aussortieren könnten; 51 Prozent verwiesen auf weniger offene Stellen. Auf Arbeitgeberseite sagten 58 Prozent der Recruiter, die Personalsuche sei im vergangenen Jahr schwieriger geworden.
KI-Kompetenz wird zum Einstellungsfaktor
Bewerber und Arbeitgeber setzen unterschiedliche Prioritäten. 41 Prozent der Kandidaten sehen seltene Expertise als größten Vorteil. Arbeitgeber achten dagegen häufiger auf die Fähigkeit, viel Arbeit zu bewältigen und produktiv zu bleiben (47 Prozent). Weitere Kriterien sind fundiertes Wissen im Kern-Techstack (34 Prozent), die Bereitschaft zu Aufgaben außerhalb der eigenen Rolle (32 Prozent) und die Bereitschaft zur Arbeit im Büro oder hybrid (32 Prozent).
KI-Kompetenz nennen 40 Prozent der Arbeitgeber als wichtig. Laut Studie nutzen 67 Prozent der Fachkräfte KI aus eigener Initiative, vor allem Chatbots zur Recherche und für Textentwürfe. „Vibe Coding“ praktizieren 39 Prozent, vor allem in AI/ML/Data und unter Entwicklern. In 2,9 Prozent aller IT-Stellenanzeigen werden Kenntnisse mit großen Sprachmodellen (LLM) genannt, im Bereich Data/ML/AI sind es 15 Prozent.
Gehälter wachsen langsam
35 Prozent der Befragten suchen aktiv, weitere 29 Prozent würden gern wechseln, bleiben aber vorerst.
Das mittlere IT-Gehalt in Russland liegt bei 191.000 Rubel, im ersten Halbjahr 2026 ein Plus von 4 Prozent. Die stärkste Dynamik sahen die Autoren in Support und Marketing sowie in den Regionen Woronesch und Kasan. Ein Jobwechsel bringt nicht immer mehr Geld: 53 Prozent der Wechselnden berichteten von einer Gehaltserhöhung, meist um 10 bis 20 Prozent.
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