Hyundai Motor Group startet KI-Rechenzentrum in Saemangeum
Hyundai Motor Group treibt sein rund 9 Billionen Won schweres Projekt „Saemangeum AI Valley“ voran. Im November starten zwei Projektgesellschaften für das KI-Rechenzentrum.

Die Hyundai Motor Group hat den Bau des KI-Rechenzentrums offiziell eingeleitet, das den Kern des „Saemangeum AI Valley“ mit einem Volumen von rund 9 Billionen Won (etwa 6 Milliarden Euro) bildet. Wie der Konzern am 30. Oktober mitteilte, haben Hyundai Motor, Kia, Hyundai Mobis, Hyundai Engineering & Construction und Hyundai AutoEver ihre Investitionsbeteiligung endgültig beschlossen.
Zwei Projektgesellschaften ab November
Für die Umsetzung gründet die Gruppe im November zwei Zweckgesellschaften (SPC). Die „Data-Center-SPC“ baut die Hyperscale-Infrastruktur, die „GPU-Service-SPC“ betreibt leistungsfähige GPU-Rechenressourcen und die zugehörige Software. Die Aufteilung soll laut Konzern die Spezialisierung erhöhen. Hyundai AutoEver hat die Beteiligung an der GPU-Service-SPC per Vorstandsbeschluss bestätigt.
Zeitplan und Zweck
Die Gruppe will Planung und Genehmigungen zügig abschließen. Der Baubeginn ist für März 2027 vorgesehen, der reguläre Betrieb soll Anfang 2030 starten.
Das Rechenzentrum in Saemangeum soll als Supercomputing-Hub dienen, um Algorithmen für autonomes Fahren ab Level 4 zu trainieren und Robotik sowie weitere „Physical-AI“- und Forschungsarbeiten zu stärken.
Neues Büro vor Ort
Am selben Tag eröffnete die Gruppe das „HMG Saemangeum Office“ im Future Mobility Tech Center des Korea Automotive Technology Institute in Gunsan, Provinz Nord-Jeolla. Das Büro bündelt Genehmigungsverfahren, Baustart und Abstimmung mit den zuständigen Ministerien.
„Wir wollen in Saemangeum zuerst das KI-Rechenzentrum errichten, in dem große Datenmengen gesammelt und gelernt werden können“, sagte Shin Seung-kyu, Executive Vice President für das RH PMO der Gruppe. Das Büro sei „ein Symbol für den Willen, das Projekt unbeirrt voranzutreiben“.
Damit baut Hyundai eine eigene Rechenbasis für autonomes Fahren und Robotik auf, statt sich allein auf externe Kapazitäten zu stützen. Als Nächstes stehen die Gründung der beiden Gesellschaften im November und die Genehmigungsschritte vor dem geplanten Baustart 2027 an.
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