gputaskman: Kostenloses Tool zeigt, was Ihre GPU wirklich auslastet
Microsoft-Manager Scott Hanselman hat mit gputaskman ein kostenloses GitHub-Tool veröffentlicht, das GPU- und VRAM-Nutzung pro Prozess anzeigt, ähnlich dem Task-Manager.

Scott Hanselman, Vice President und Mitglied des technischen Teams bei Microsoft, hat auf GitHub das kostenlose Programm gputaskman veröffentlicht. Es zeigt erstmals übersichtlich, welche Anwendungen die Grafikkarte tatsächlich nutzen.
Bisher liefern die meisten Windows-Werkzeuge zur Leistungsmessung für die GPU kaum mehr als Temperatur und Gesamtauslastung. Bei Arbeitsspeicher oder Prozessor lässt sich dagegen genau nachvollziehen, welcher Dienst Ressourcen verbraucht. gputaskman schließt diese Lücke mit einer Prozessliste, die dem Windows-Task-Manager ähnelt: Sie zeigt laufende Programme, deren Speicherverbrauch und die gesamte GPU-Auslastung.
Das zeigt das Tool an
gputaskman gibt Details zu GPU- und VRAM-Nutzung pro Prozess aus, dazu Stromverbrauch, Temperaturen, Taktraten, Aktivität beim Video-Encoding und -Decoding sowie PCIe-Datenverkehr. Auch detaillierte Angaben zu den Anforderungen einzelner Prozesse sind enthalten, die sich vor allem an Enthusiasten und Entwickler richten.
Interessant ist die Funktion für lokale KI-Workloads. Das Tool erkennt Prozesse, die zu Sprachmodellen gehören, und liefert Angaben zu Gewichten, Quantisierungsstufen und KV-Cache-Schätzungen. Die Ergebnisse lassen sich als Klartext- und JSON-Datei exportieren, etwa für spätere Analysen.
Unterschied zum Task-Manager
Windows 11 hat den Task-Manager zwar im August angepasst, doch er zeigt für die GPU nur allgemeine Speicherwerte und anpassbare Diagramme für Aufgaben wie 3D (Spiele) oder Video. Eine Aufschlüsselung nach Prozessen fehlt, genau die bietet gputaskman.
Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase, Fehler sind daher möglich. Hanselman hat sich nicht dazu geäußert, ob eine native Integration in ein offizielles Windows-11-Update geplant ist. Das Tool ist kostenlos im GitHub-Repository erhältlich und unterstützt GPUs von NVIDIA und AMD sowie Linux und Macs mit Apple Silicon.
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