Gopax stoppt Handel und Auszahlungen nach Hacker-Drohmail
Die südkoreanische Börse Gopax hat nach einer Hacker-Drohung Ein- und Auszahlungen sowie den Handel ausgesetzt. Bisher sind keine Verluste bestätigt.

Die südkoreanische Kryptobörse Gopax, betrieben von Streami, hat nach einer E-Mail mit Hackerdrohung vorübergehend Ein- und Auszahlungen sowie den Handel ausgesetzt. Das Unternehmen spricht von einer vorbeugenden Maßnahme zum Schutz der Nutzergelder. Bislang seien keine Vermögensverluste bestätigt.
Laut Gopax ging die Drohmail am 6. November ein. Um 14:55 Uhr stoppte die Börse Ein- und Auszahlungen von Kryptowährungen, um 15:53 Uhr auch den Handel. Das geschah, bevor ein tatsächlicher Hack festgestellt wurde, so das Unternehmen.
Gelder wandern in Cold Wallets
Zudem will Gopax sämtliche Krypto-Bestände der Nutzer in Cold Wallets überführen, die vom Internet getrennt sind. Direkte Auszahlungen über Website und App sind deshalb vorerst nicht möglich.
Nutzer, die dennoch Geld abziehen wollen, können einen Antrag über den Kundendienst stellen. Diese Anfragen werden laut Unternehmen intern geprüft und freigegeben und dann nacheinander manuell bearbeitet. Auszahlungen können daher länger dauern als gewohnt.
Wie es weitergeht
Gopax prüft nun, ob die Drohung echt ist. Sobald die Sicherheit der Plattform gewährleistet scheint, sollen Ein- und Auszahlungen sowie der Handel wieder starten. Die Finanzaufsicht wurde unmittelbar nach Eingang der Mail informiert. Das Ergebnis der Prüfung und einen Zeitplan für die Wiederaufnahme will das Unternehmen später mitteilen.
Im September hatte es bei Gopax bereits einen Vorfall gegeben: Persönliche Daten von sieben Nutzern und zwei aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern wurden abgegriffen. Ob die neue Drohung damit zusammenhängt, ist unbekannt.
Für Kunden bedeutet das vorerst: kein Handel und langsamere Auszahlungen. Wie lange das dauert, hängt von der nächsten Mitteilung der Börse zur Echtheit der Drohung und zum Neustart ab.
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