Google KI-Modus zeigt bald Werbung in vielen weiteren Ländern
Google weitet Anzeigen im KI-Modus über die USA hinaus aus. Zehn Länder starten zuerst, Großbritannien, Brasilien und Mexiko folgen im vierten Quartal.

Google bringt Werbung in den KI-Modus seiner Suche in deutlich mehr Länder. Wie das Unternehmen mitteilt, werden Anzeigen und gesponserte Inhalte in der Dialogfunktion der Suchmaschine über die USA hinaus ausgeweitet, wo sie bereits seit einiger Zeit zu sehen sind.
Der Start läuft bereits in Kanada, Australien, Neuseeland, Nigeria, Kenia, Indien, Pakistan, Malaysia, den Philippinen und Singapur. Im letzten Quartal des Jahres sollen weitere Märkte folgen, darunter Großbritannien, Brasilien und Mexiko. Bislang konnten Nutzer außerhalb der USA den KI-Modus ohne gesponserte Links oder andere Werbung verwenden.
Laut Google fühlen sich Nutzer mit Anzeigen im KI-Modus „wohl“. Das Unternehmen verspricht, sämtliche Werbeinhalte mit dem Hinweis „Gesponsert“ zu kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
Warum Google jetzt handelt
Werbung ist weiterhin die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns, der Schritt kommt daher wenig überraschend. Hinzu kommt: Dank des Dialogformats dauern Suchanfragen nach Angaben von Google dreimal so lange wie in der herkömmlichen Websuche. Das bedeutet mehr Verweildauer und mehr Möglichkeiten zur Monetarisierung.
Zudem bereitet Google sogenannte „Multi-Turn“-Anzeigen im KI-Modus vor, zunächst nur in den USA. Dabei erscheinen neue Anzeigen, wenn Nutzer innerhalb eines Gesprächs eine Folgefrage stellen. Wer zu einer früheren, im Verlauf gespeicherten Anfrage zurückkehrt, bekommt ebenfalls andere Werbung angezeigt.
Was das für Nutzer bedeutet
Der KI-Modus gehört inzwischen zu Googles erfolgreichsten Produkten. Im Mai gab das Unternehmen 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer bekannt, eine Zahl, die seither vermutlich weiter gestiegen ist. Bei dieser Reichweite betrifft die Werbung in weiteren Regionen sehr viele Menschen, und die bislang werbefreie Nutzung außerhalb der USA geht zu Ende.
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