Seoul National University und Seoul planen Physical-AI-Zentrum
Die Ingenieurfakultät der Seoul National University und die Stadt Seoul richten im Seoul AI Hub in Yangjae ein Zentrum ein, in dem menschenzentrierte Roboter unter Alltagsbedingungen getestet werden.

Die Ingenieurfakultät der Seoul National University und die Stadtverwaltung Seoul bauen im Hauptzentrum des Seoul AI Hub im Stadtteil Yangjae das „H-PAIR Physical AX Center“ auf. Wie die Universität am 1. November mitteilte, sollen Forschungsergebnisse zu menschenzentrierter Physical AI so aus dem Labor in reale Erprobung und Vermarktung gelangen.
Die Partner unterzeichneten am 30. Oktober im Verwaltungsgebäude Seosomun Nr. 2 eine Absichtsvereinbarung. Sie gilt drei Jahre und kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden.
Reallabor für Haushaltsroboter
Zunächst entsteht in der vierten Etage des AI Hub ein 338 Quadratmeter großes Living Lab, das in der ersten Jahreshälfte 2027 öffnen soll. Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer werden in Originalgröße nachgebaut; Beleuchtung, Position von Gegenständen und Hindernisse lassen sich verändern, um unstrukturierte Wohnumgebungen nachzustellen. Geprüft werden Leistung, Sicherheit und Akzeptanz der Roboter.
Unternehmen, die im Seoul AI Hub Mitglied oder Mieter sind, können dort eigene Roboter testen. Das soll Zeit und Kosten der Validierung senken, die einzelne Firmen kaum allein stemmen könnten. Geplant ist die Betreuung von rund fünf Unternehmen pro Jahr durch Fachpersonal, zunächst mit Fokus auf Pflege- und Alltagsassistenzroboter.
Forschungsbasis und nächste Schritte
Grundlage ist das nationale Forschungslabor H-PAIR, an dem 16 Fachbereiche und Graduiertenschulen sowie 41 Professoren beteiligt sind. Es wurde 2026 als National Research Laboratory (NRL 2.0) ausgewählt und erhält bis 2035 staatliche Mittel von 95 Milliarden Won. Die Forschung gliedert sich in Life Companion, Wearable und Intra-body.
Ein Physical-AX-Konsortium verbindet Pflegezentren, Seniorenwohnanlagen und Wohlfahrtseinrichtungen mit Robotikfirmen und Forschern. 2027 startet ein Pilotkonsortium, danach sollen jährlich etwa zwei weitere Projekte folgen. Zudem will die Universität Kerntechnologien schrittweise öffnen, darunter die Designbibliothek MORPHI sowie MOSAIC SDK und API.
Außerdem sind vier Schulungen pro Jahr für Fachkräfte mit je 10 bis 20 Teilnehmern, ein jährlicher Hackathon und Praktikumsvermittlung geplant. Ein gemeinsam mit SNU Technology Holdings betriebener Seed-Fonds soll Gründungen aus der Forschung fördern.
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