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Raumfahrt·1 Min. Lesezeit

EIB und Deutsche Bank wollen 560 Mio. Euro für Raumfahrt mobilisieren

Die Europäische Investitionsbank und die Deutsche Bank wollen 560 Millionen Euro für Europas Raumfahrtbranche mobilisieren. Die Hälfte soll nach Deutschland fließen.

Reusable European rocket launching into the sky, symbolising new investment in the continent's space industry.
Bild: MamStartup

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Deutsche Bank haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um 560 Millionen Euro für den europäischen Raumfahrtsektor zu mobilisieren. Das Geld soll Unternehmen beim Wachstum helfen, neue Technologien an den Markt bringen und die eigenständigen Raumfahrtfähigkeiten Europas stärken.

Angesprochen ist die gesamte Lieferkette: Hersteller von Komponenten, Entwickler von Raketentechnik, Anbieter von Satellitenanwendungen sowie Unternehmen, die Dienstleistungen im Orbit erbringen. Die Initiative gehört zum Programm Space TechEU, das die EIB Ende 2025 gestartet hat. Es soll gemeinsam mit kommerziellen Partnerbanken rund 1,4 Milliarden Euro mobilisieren.

Warum Raumfahrtfirmen neue Finanzierung brauchen

Raumfahrtunternehmen kämpfen oft mit langen Entwicklungszyklen, komplexer Technik und unsicheren Renditen. Das erschwert den Zugang zu klassischen Bankkrediten. Die Deutsche Bank will deshalb langfristige Finanzierung und flexible Strukturen bieten, um kommerziell stabile Firmen zu unterstützen.

Die beteiligten Institutionen betonen, Europa verfüge über herausragende Ingenieurstalente, brauche aber das passende Kapital dahinter. Die Initiative ist europaweit angelegt: Etwa die Hälfte der Mittel soll nach Deutschland gehen, der Rest in andere EU-Staaten. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) unterstützt mit Beratung und Marktwissen.

Investiert werden kann unter anderem in wiederverwendbare Trägerraketen und Raumfahrzeuge sowie in Erdbeobachtung, die etwa Navigation, Kommunikation, die Überwachung von Verschmutzung oder die Erkennung von Waldbränden unterstützt.

Wie es weitergeht

Die Vereinbarung wurde am Vorabend des ESA-Investitionsforums in München bekanntgegeben. Sie ist ein weiterer Schritt hin zu einem starken, unabhängigen europäischen Raumfahrt-Ökosystem. Entscheidend wird nun sein, wie schnell das Kapital bei den Unternehmen ankommt.

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Schlagwörter:deutsche bankeuropean investment bankspace techeuesaeuropean space sector

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