Beget nach massiver Cyberattacke: Wiederherstellung offen
Der russische Hosting-Anbieter Beget wurde in der Nacht zum 2. November Ziel eines massiven Cyberangriffs. Wann alle Dienste wieder laufen, kann das Unternehmen noch nicht sagen.

Der russische Hosting-Anbieter Beget ist in der Nacht zum 2. November Opfer einer massiven Cyberattacke geworden. Mehrere Websites im russischen Internet waren dadurch beeinträchtigt. Einen Termin für die vollständige Wiederherstellung kann das Unternehmen bislang nicht nennen.
Beget beruft sich auf Artikel 401 des russischen Zivilgesetzbuchs und erklärt, der Vorfall weise Merkmale höherer Gewalt auf. Deshalb könne man einen Teil der Verpflichtungen gegenüber Kunden vorübergehend nicht erfüllen.
Was bereits wieder läuft
Laut Unternehmen funktionieren die dedizierten Server, die Kunden selbst verwalten, wieder. Höchste Priorität hat nun die Wiederherstellung der NS-Server, die für die Auflösung von Domainnamen zuständig sind. Beget rechnet dafür mit vier bis fünf weiteren Stunden.
Parallel arbeiten die Techniker am E-Mail-System. Außerdem werden Daten des virtuellen Hostings und der Cloud-Infrastruktur aus Backups zurückgespielt. Wegen der großen Datenmenge dauere dies «lange», so das Unternehmen.
Was das bedeutet
Fallen NS-Server aus, lassen sich Domains nicht mehr auflösen. Websites sind dann selbst bei intakten Daten nicht erreichbar. Firmen und Projekte, die bei Beget Seiten und E-Mail betreiben, müssen sich auf einen Ausfall ohne absehbares Ende einstellen. Die Berufung auf höhere Gewalt deutet zudem darauf hin, dass die üblichen Leistungszusagen vorerst nicht gelten.
Das Ausmaß des Schadens wird noch geprüft. «Genaue Fristen für die vollständige Wiederherstellung aller Dienste können wir derzeit nicht nennen. Wir wissen, wie wichtig die Verfügbarkeit für Ihre Projekte ist, und tun alles, um den Betrieb schnellstmöglich wiederherzustellen», teilte Beget mit.
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