CSIRT Energia: Polen baut Cyberabwehr für Energiesektor auf
Der polnische Netzbetreiber PSE betreibt künftig das CSIRT Energia, das fünfte sektorspezifische Cyber-Notfallteam des Landes für rund 1.200 Energieunternehmen.

Der polnische Übertragungsnetzbetreiber Polskie Sieci Elektroenergetyczne (PSE) soll das CSIRT Energia aufbauen und betreiben. Das spezialisierte Team unterstützt Energieunternehmen bei der Reaktion auf Cyberbedrohungen und koordiniert gemeinsam mit dem Energieministerium die Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen. Energieminister Miłosz Motyka und PSE-Präsident Grzegorz Onichimowski unterzeichneten die Vereinbarung. Vizepremier und Digitalminister Krzysztof Gawkowski nahm an der Zeremonie teil.
CSIRT Energia wird das fünfte sektorale Computer-Notfallteam Polens. Bereits bestehen CSIRT Cyfra (digitale Infrastruktur), CSIRT KNF (Banken und Finanzen), CSIRT Infrastruktura (Verkehr und Wasserversorgung) und CSIRT CeZ (Gesundheitswesen). Das neue Team deckt alle im nationalen Cybersicherheitsgesetz genannten Energie-Teilsektoren ab, darunter Strom samt Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, sowie Investitionen in die Kernenergie. Das Ministerium beaufsichtigt in diesem Bereich derzeit knapp 1.200 Unternehmen.
Aufgaben und Verantwortung
Laut Vereinbarung überträgt der Energieminister PSE Aufbau, Betrieb und Weiterentwicklung des Teams. Als zuständige Cybersicherheitsbehörde überwacht das Ministerium die Aufgabenerfüllung. PSE muss einen Zeitplan für den Start vorlegen sowie Personal, technische Ausstattung, Werkzeuge, Verfahren und einen sicheren Informationsaustausch bereitstellen.
Zu den Aufgaben zählen die Entgegennahme von Meldungen und Frühwarnungen, die Reaktion auf Angriffe mit technischen Maßnahmen, die Unterstützung der Koordination, die Zusammenarbeit mit nationalen und sektoralen CSIRTs sowie Informationsaustausch, Übungen und Schulungen. Gawkowski betonte, das Team unterstütze den Sektor, ersetze aber nicht die Verantwortung der Unternehmen für ihre eigenen Systeme.
Wachsende Bedrohungslage
Energiesysteme hängen zunehmend von IT und industriellen Steuerungen ab, ein Angriff kann daher physische Prozesse stören. Laut Bericht des Regierungsbevollmächtigten für Cybersicherheit bearbeiteten die nationalen CSIRTs 2025 knapp 273.000 Vorfälle, 144,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ende Dezember 2025 trafen koordinierte, zerstörerische Angriffe Systeme von mehr als 30 Wind- und Solarparks sowie eines Heizkraftwerks. Die Stromversorgung blieb ungestört.
PSE bringt Erfahrung mit: Das Unternehmen betreibt eigene CERT- und SOC-Einheiten und erbringt Cyberschutz-Dienstleistungen für den europäischen Netzbetreiberverband ENTSO-E. Die Bündelung von Wissen soll wiederkehrende Bedrohungen schneller erkennen und Folgen von Vorfällen begrenzen.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Google KI-Suche: AI Mode bringt weniger Geld, mehr Werbung folgt

KI-Engpass Geld: CoreWeave und Nscale kämpfen mit Anleihekosten

Guardia Civil kauft für 2,5 Mio. Euro Fernzugriff auf Handys



