Spotify plant kostenpflichtiges KI-Remix-Tool für 2027
Spotify will Nutzern erlauben, bekannte Songs per KI zu remixen. Dafür sollen zusätzlich 4 oder 5 Dollar im Monat anfallen; Start ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Spotify bereitet eine kostenpflichtige KI-Funktion vor, mit der Abonnenten bestehende Songs remixen können. Der Start ist für das erste Quartal 2027 angepeilt. Das Unternehmen erwägt einen Aufpreis von 4 oder 5 Dollar pro Monat; eine offizielle Vorstellung könnte rund um die Grammy-Verleihung im Februar erfolgen.
Mit dem Werkzeug sollen Nutzer Titel direkt in der App umgestalten können, etwa einen Folksong in einen Tanztitel verwandeln oder eine Version erzeugen, in der ein Künstler die Komposition eines anderen singt. Externe Produktionssoftware oder Fachkenntnisse wären nicht nötig.
Lizenzen und Zustimmung der Künstler
Das Vorhaben hängt von Lizenzen ab. Mit Universal Music Group, der unabhängigen Lizenzorganisation Merlin und dem französischen Unternehmen Believe gibt es bereits Vereinbarungen, mit Sony Music und Warner Music laufen die Gespräche noch.
Eine Einigung mit einem Label öffnet jedoch nicht automatisch den gesamten Katalog. Die einzelnen Künstler sollen selbst entscheiden, ob ihre Songs für die KI-Werkzeuge freigegeben werden. Die größten aktuellen Stars zu überzeugen, gilt Berichten zufolge als schwieriger als bei manchen erfahrenen Acts. Olivia Rodrigo, bei Universal unter Vertrag, hat eine KI-Nutzung ihrer Musik offen abgelehnt.
Wie Künstler verdienen sollen
Spotify entwickelt außerdem ein Vergütungsmodell, bei dem Tantiemen aus Fan-Remixes an die Originalkünstler fließen. Remixes sollen sich in Playlists einfügen lassen, ihre Wiedergaben würden den Originalen zugerechnet und könnten deren Platzierung in den Spotify-Charts beeinflussen.
Co-CEO Gustav Söderström argumentierte bei einer Investorenveranstaltung im September, ältere Künstler könnten so zusätzliche Einnahmen erzielen, statt darauf zu warten, dass jemand ihr Stück covert oder remixt. Zudem könnten Fan-Remixes den Anteil der Originalkünstler an den Streamingerlösen erhöhen.
Damit unterscheidet sich der Ansatz von Diensten wie Suno, die aus Textbefehlen komplett neue Songs erzeugen. Spotify würde nur bestehende Titel verändern lassen, und nur mit Zustimmung der Künstler. Preise außerhalb der USA sind nicht bekannt.
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