e-Tax in Japan wieder online: Kein Datenleck nach Störung
Japans Steuerbehörde hat den Online-Dienst e-Tax am 5. November um 11 Uhr wieder freigeschaltet. Nach verdächtigem Datenverkehr seien keine Steuerdaten abgeflossen.

Japans Nationale Steuerbehörde hat ihren Online-Dienst e-Tax am 5. November um 11 Uhr Ortszeit wieder in Betrieb genommen. Auf ihrem offiziellen X-Konto teilte sie mit, es sei bestätigt worden, dass keine Informationen von Steuerpflichtigen abgeflossen seien.
Der Dienst war seit etwa Mittag des 4. November unterbrochen. Um 19 Uhr hatte die Behörde erklärt, sie habe verdächtige Kommunikation festgestellt und führe zur Überprüfung Wartungsarbeiten an den Geräten durch. Einen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme nannte sie damals nicht.
Prüfung abgeschlossen
Bis 11 Uhr am 5. November seien die nötigen Maßnahmen und die Sicherheitsprüfung abgeschlossen gewesen, so die Behörde. Sie wolle weiterhin einen stabilen und sicheren Betrieb gewährleisten. Zur Art des verdächtigen Datenverkehrs und zum Vorgehen machte sie keine näheren Angaben.
Warum das wichtig ist
Die Störung fiel in eine arbeitsreiche Zeit. In sozialen Netzwerken beklagten Nutzer, dass sie die Jahresendabrechnung (Nenmatsu Chōsei) nicht erledigen könnten. Für viele Beschäftigte und kleine Unternehmen ist e-Tax der zentrale Weg für Meldungen und Verfahren gegenüber der Steuerverwaltung, daher wirkt sich schon ein kurzer Ausfall breit aus.
Zudem häufen sich in Japan derzeit Fälle unbefugten Zugriffs. Dazu zählen ein möglicher Abfluss von bis zu 13.000 Anfragen an die Website der Digitalagentur über das Web-Tool Studio sowie eine Warnung des Nationalen Cyber-Büros, Angriffe könnten jederzeit erfolgen.
Vorerst lautet die Aussage der Behörde: Steuerdaten sind nicht betroffen. Nutzer können e-Tax wieder verwenden, weitere Details zu den verdächtigen Zugriffen stehen aber noch aus.
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