Osegi
Hardware·1 Min. Lesezeit

DRAM-Preise im Oktober auf Rekord, NAND-Preise stagnieren

Der DRAM-Vertragspreis für PCs stieg im Oktober um 5,77 Prozent auf ein Rekordhoch von 27,50 Dollar. NAND-Flash verharrt erstmals seit 21 Monaten.

Rows of DRAM memory modules on a production line next to a rising price chart for memory chips.
Bild: zdnet.co.kr

Die Vertragspreise für PC-DRAM haben im Oktober erneut ein Rekordhoch erreicht, getrieben von anhaltender Knappheit. NAND-Flash dagegen legte nach 21 Monaten in Folge erstmals nicht mehr zu.

Laut dem Marktforscher DRAMeXchange lag der durchschnittliche Festpreis für DDR4 8Gb (1Gx8), das Referenzprodukt für PC-DRAM, im Oktober bei 27,50 US-Dollar. Das sind 5,77 Prozent mehr als im September mit 26,00 Dollar.

Kapazitätsverlagerung verknappt PC-Speicher

Ursache ist eine veränderte Zuteilung der Fertigungskapazitäten. TrendForce zufolge stellen führende DRAM-Hersteller wie Samsung Electronics und SK hynix ihre Linien verstärkt auf High-Bandwidth Memory (HBM) und Server-DRAM um. Das Angebot an PC-DRAM ist dadurch stark gesunken.

TrendForce schätzt, dass koreanische DRAM-Hersteller ihre PC-DRAM-Produktion im kommenden Jahr gegenüber diesem Jahr um mehr als 20 Prozent drosseln, im Extremfall um 40 Prozent oder mehr. Angesichts der gravierenden Knappheit bleiben die Analysten bei ihrer Prognose, dass die Vertragspreise für PC-DRAM im vierten Quartal um 13 bis 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen.

NAND legt eine Pause ein

Bei NAND-Flash zeigt sich ein anderes Bild. Der durchschnittliche Festpreis für das 128Gb-MLC-Produkt (16Gx8), das in Speicherkarten und USB-Sticks steckt, betrug im Oktober unverändert 30,61 Dollar. Damit endet erstmals die Serie von Preiserhöhungen, die Anfang 2025 begonnen hatte.

TrendForce erklärt, die MLC-Preise hätten ihren Höhepunkt bereits erreicht, zudem sei die Versorgung gestört. Kunden wechselten deshalb zum günstigeren SLC oder rüsteten auf TLC-Produkte auf. Im vierten Quartal dürften die NAND-Preise nach einer Phase auf hohem Niveau womöglich leicht nachgeben.

Für PC-Hersteller und Käufer bedeutet das: Bei DRAM bleibt der Kostendruck auf Gerätepreise hoch, bei NAND-basiertem Speicher könnte sich dagegen eine gewisse Entlastung abzeichnen.

Schlagwörter:dramnand flashmemory pricestrendforcesamsungsk hynix

Mehr von diesem Tag

Alle anzeigen →

Mehr aus: Hardware

Alle anzeigen →