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Digitaler Führerschein: Start Ende November in der i-Kfz-App

Das Bundesverkehrsministerium will den digitalen Führerschein binnen vier Wochen starten. Er wird in der bestehenden i-Kfz-App abgelegt, eine neue App gibt es nicht.

A smartphone showing a digital driving licence in a vehicle registration app, held in front of a car steering wheel.
Bild: Autos

Der digitale Führerschein soll Ende November kommen. Das hat das Bundesverkehrsministerium (BMV) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mitgeteilt. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht, die Einführung soll aber innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen. Bislang hatte das Ministerium lediglich vom Jahresende gesprochen.

Keine neue App

Eine zusätzliche App wird nicht entwickelt. Stattdessen sollen Führerscheinbesitzer ihre Fahrerlaubnis in der i-Kfz-App ablegen können. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und die Bundesdruckerei haben sie im Auftrag des BMV gemeinsam entwickelt. Seit etwa einem Jahr lässt sich dort bereits der Fahrzeugschein hinterlegen, um Fahrzeugdaten abzurufen, ihn weiterzugeben und automatisch auf Aktualität prüfen zu lassen. Beliebig viele Fahrzeugscheine sind möglich.

Ist der Führerschein auf dem Smartphone, muss er nicht mehr als Papier- oder Plastikkarte mitgeführt werden. Die digitale Version ergänzt die physischen Varianten, ersetzt sie aber nicht. Sie soll unter anderem die Nutzung von Mietwagen- und Carsharing-Angeboten erleichtern.

Voraussetzungen und Einschränkungen

Für die Hinterlegung braucht man einen elektronischen Identitätsnachweis, etwa über den elektronischen Personalausweis. Per Online-Ausweisfunktion identifiziert man sich in der App; nötig ist die PIN, die man bei der Aushändigung des Ausweises erhalten hat. Wer sie verloren hat, kann den PIN-Rücksetzdienst nutzen, den die Bundesregierung Anfang Oktober zurückgebracht hat. Er ist kostenlos, der Brief mit der neuen PIN kommt per Post-Ident.

Laut KBA ist die App kostenlos und läuft auf iPhones ab iOS 17 sowie auf Android-Geräten ab Version 12. Alternative Android-Systeme ohne Google-Dienste wie LineageOS oder GrapheneOS werden offenbar nicht unterstützt. Auf Huawei-Geräten und älteren Motorola-Modellen läuft sie laut BMV ebenfalls nicht; unterstützt werden aber Edge 50 Neo, Edge 50 Ultra und Razr 50 Ultra von Motorola.

Für Auslandsfahrten bleibt die physische Version erforderlich. Spätestens 2030 soll ein einheitlicher digitaler Führerschein für die gesamte EU folgen.

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Schlagwörter:digital driving licencei-kfz appgermanykraftfahrt-bundesamteidsmartphone

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