fal sammelt 1,3 Milliarden Dollar bei 16 Mrd. Dollar Bewertung ein
Das KI-Infrastrukturunternehmen fal hat in einer Series-F-Runde 1,3 Milliarden Dollar eingeworben und seine Bewertung binnen sechs Monaten auf 16 Milliarden Dollar verdoppelt.

Das von den türkischen Gründern Burkay Gür und Görkem Yurtseven gegründete KI-Startup fal hat 1,3 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 16 Milliarden Dollar eingesammelt. Das in San Francisco ansässige Unternehmen verdoppelte damit seine Bewertung vom April, damals 8 Milliarden Dollar, in rund sechs Monaten.
Die Series-F-Runde führte Bessemer Venture Partners an. Beteiligt sind außerdem Nvidia, Sound Ventures, HOF Capital und T. Rowe Price. Bessemer-Partnerin Talia Goldberg zieht in den Verwaltungsrat von fal ein. Im April hatte fal in einer von Sequoia Capital angeführten Series E bereits 350 Millionen Dollar erhalten; insgesamt flossen in beiden Runden somit 1,65 Milliarden Dollar.
Was fal anbietet
fal wurde 2021 gegründet und bietet Entwicklern über eine einzige Plattform Zugang zu KI-Modellen, die Bilder, Videos und Audio erzeugen. Die Infrastruktur konzentriert sich auf die Inferenz, also die Phase, in der ein trainiertes Modell Anfragen verarbeitet und Ergebnisse liefert. Unterhaltungsstudios, Werbeagenturen, E-Commerce-Marken und Spieleentwickler setzen die Modelle produktiv ein. Außerdem optimiert fal bestehende Modelle durch zusätzliches Training, damit sie schneller und in höherer Qualität arbeiten.
Rechenleistung als Treiber
Hintergrund der Finanzierung ist der Bedarf an Rechenkapazität. CEO Burkay Gür sagte gegenüber Bloomberg, die vorhandene Kapazität habe im Sommer nicht ausgereicht, um alle Kunden zu bedienen, sodass fal Nutzungsbeschränkungen einführen musste. Das frische Kapital soll in den Ausbau der Recheninfrastruktur und in das Wachstum des 185-köpfigen Teams fließen.
Laut einer Bloomberg-Quelle mit Kenntnis der Lage überstieg der annualisierte Umsatz von fal in diesem Jahr 800 Millionen Dollar. Kurzfristig will das Unternehmen auf bestehenden Modellen aufbauen, statt eigene von Grund auf zu trainieren. Eigene Modelle schließt Gür für die Zukunft jedoch nicht aus.
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