Cocon und DSRV: KI-Agenten sollen Finanzdaten selbst bezahlen
Der koreanische Datenanbieter Cocon und das Blockchain-Unternehmen DSRV wollen Dienste entwickeln, bei denen KI-Agenten Finanzdaten finden, nutzen und direkt bezahlen.

Der südkoreanische Anbieter von Finanzdaten-APIs Cocon will Dienste entwickeln, bei denen KI-Agenten benötigte Finanzdaten selbst finden, nutzen und die Gebühr direkt begleichen. Wie das Unternehmen am 6. November mitteilte, hat es dazu eine Absichtserklärung (MOU) mit dem Blockchain-Infrastrukturanbieter DSRV unterzeichnet. Sie betrifft On-Chain-Finanzdaten-APIs und Zahlungen durch KI-Agenten.
Cocon bringt seine Finanzdaten-APIs ein, DSRV die Blockchain-Infrastruktur. Gemeinsam sollen neue Datendienste entstehen. Das bestehende API-Geschäft soll auf blockchainbasierte On-Chain-Daten und anschließend auf den Markt für KI-Agenten-Zahlungen ausgeweitet werden.
Zuerst APIs für Stablecoin-Daten
Geprüft wird zunächst eine API mit Informationen zu Stablecoin-Zahlung, -Einzug und -Abrechnung. Finanzinstitute und Unternehmen könnten damit Wallet-Guthaben, Transaktionsverlauf, Zahlungseingänge und den Bestätigungsstatus prüfen, ohne Blockchain-Netzwerke selbst abzufragen.
Cocon liefert die On-Chain-Daten als API an Banken, Fintechs und Firmenkunden. DSRV übernimmt mit seiner Multichain-Node-Infrastruktur, die Daten mehrerer Blockchains erfasst und verarbeitet, die Erhebung der Rohdaten und die technische Anbindung.
x402 für Agentenzahlungen
Bei den KI-Zahlungen will Cocon das Zahlungsprotokoll x402 auf die Daten-APIs anwenden, die es bereits über das Model Context Protocol (MCP) anbietet, und sie mit DSRVs Wallet-Technik und Blockchain-Infrastruktur verknüpfen. x402 ist ein offenes Protokoll, das Stablecoin-Zahlungen während eines API-Aufrufs abwickelt. Ein KI-Agent kann so ohne Registrierung oder Vertrag eine API finden, aufrufen und sofort bezahlen.
Die Partner richten ein gemeinsames Arbeitsgremium ein und starten mit einem Proof of Concept für API-Zahlungen von KI-Agenten. Dabei wollen sie auch Sicherheitsstandards für die Schnittstellen festlegen, an denen On-Chain-Daten und Zahlungsinformationen zwischen den Systemen übertragen werden.
Später soll der Bedarf an Stablecoins bei Privat- und Firmenkunden ermittelt, Wallet-Verwaltungsdienste entwickelt und die Zusammenarbeit auf das Firmen-Cash-Management wie globale Cash-Management-Services (CMS) ausgedehnt werden. Cocon-Chef Kim Jong-hyun sagte, die Verknüpfung von On-Chain-Daten mit Finanzsystemen werde mit der Verbreitung digitaler Assets wichtiger. Cocon wolle neue Geschäftsmodelle rund um On-Chain-Finanzdaten und KI-Agenten erschließen.
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