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China will riesige Autobildschirme und Gadgets stärker regulieren

Chinas Industrieministerium startet eine Konsultation zu Entwurfsregeln für übergroße Touchscreens, Zero-Gravity-Sitze, individuelle Lichter und versenkte Türgriffe.

Interior of a modern electric car with a very large central touchscreen on the dashboard.
Bild: 01net.com

Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat eine öffentliche Konsultation zu einem Regelentwurf gestartet, der die Technik im Auto strenger kontrollieren soll. Im Mittelpunkt stehen vier Bereiche: die Größe von Touchscreens, Zero-Gravity-Sitze, individualisierbare Lichter und versenkte Türgriffe. Als Ziel nennt das Ministerium die Sicherheit.

Der Entwurf kommt, nachdem chinesische Marken auf der 91. Auflage des Pariser Autosalons mit zahlreichen spektakulären Technologien auffielen.

Bildschirme und Sitze im Visier

Riesige Displays werfen ein ergonomisches Problem auf: Für einfache Aufgaben wie die Einstellung der Innentemperatur müssen Fahrer oft durch Untermenüs navigieren. Das Ministerium verlangt von den Herstellern, die Ablenkung durch solche Bildschirme zu bewerten und ihre Zuverlässigkeit sowie Sicherheit bei einem Unfall zu prüfen. Daraus könnten konkrete Maßnahmen folgen, etwa ein striktes Verbot faltbarer und flexibler Bildschirme.

Auch Zero-Gravity-Sitze, ein Markenzeichen gehobener Modelle, geraten ins Visier. Vorgeschlagen werden strengere Crash-, Einklemmschutz- und Zuverlässigkeitstests. Das Ministerium rät sogar, die Nutzung einzuschränken oder je nach Situation zu verbieten.

Botschaften auf Lichtern und Türgriffe

Individualisierbare Lichter, die Nachrichten anzeigen oder Muster zeichnen können, könnten streng kontrolliert werden. Manche hochrangigen Vertreter des Ministeriums befürchten, dass unerlaubte Inhalte auf der Straße erscheinen. Hersteller sollen alles, was angezeigt wird, aktiv moderieren; als sensibel eingestufte Inhalte könnten verboten werden. Die Funktion selbst bliebe aber bestehen.

Bei den versenkten Türgriffen ist das Problem am bekanntesten, denn sie haben in der Vergangenheit zu schweren Unfällen beigetragen. Das Ministerium hat bereits mehrere Griffmodelle veröffentlicht, die es für sicher hält, und dabei Griffigkeit, Position und Mechanismus berücksichtigt. Zudem soll eine manuelle Notöffnung vorgeschrieben werden, damit sich Türen auch nach einem Unfall öffnen lassen.

Die Konsultation ist ein erster Schritt: Die Maßnahmen sind noch ein Entwurf und können sich ändern. Für Hersteller auf dem weltweit größten Automarkt könnte das Ergebnis die Gestaltung von Innenraum und Karosserie prägen.

Schlagwörter:chinaautomotivetouchscreensflush door handlesmiitcar safety

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