ChatGPT und ServiceNow: KI führt Aufgaben direkt im Chat aus
OpenAI baut die Zusammenarbeit mit ServiceNow aus: Mitarbeiter sollen Daten abrufen und Einträge aktualisieren können, ohne ChatGPT zu verlassen.

OpenAI weitet die Zusammenarbeit mit ServiceNow aus, dem US-Anbieter von Plattformen für Unternehmensprozesse und IT-Service-Management. Nutzer können künftig Arbeitsinformationen abrufen und bestimmte Aktionen in ServiceNow direkt aus einer ChatGPT-Unterhaltung heraus ausführen.
Damit rückt der Assistent von der reinen Antwort zur konkreten Handlung in Unternehmenssystemen vor, im Rahmen der ihm erteilten Berechtigungen.
Was die Integration kann
Laut OpenAI kann ein IT-Mitarbeiter ähnliche Vorfälle suchen, das Risiko einer geplanten Änderung bewerten und anschließend einen ServiceNow-Eintrag aktualisieren, ohne ChatGPT zu verlassen. Welche Funktionen der Assistent nutzen darf, legt der Kunde selbst fest.
ServiceNow wendet dabei die bestehenden Regeln und Mitarbeiterrechte des Unternehmens an. Niemand kann also eine Aktion auslösen, die im ursprünglichen System nicht erlaubt wäre.
Das ist als Nächstes geplant
Beide Unternehmen wollen Codex mit Werkzeugen zur Anwendungsentwicklung verbinden. Außerdem sollen OpenAI-Modelle Sicherheitsrisiken prüfen, Schwachstellen nach Priorität ordnen und die Koordination der Behebung unterstützen.
Zudem wird eine Sprachschnittstelle entwickelt. Beschäftigte könnten einen Anwendungsfall mündlich schildern, das System sammelt die nötigen Angaben und stellt Rückfragen, um Lücken zu schließen.
Warum das wichtig ist
Mitarbeiter müssen nicht mehr mehrere Systeme öffnen, dort suchen und Daten von Hand übertragen. Doch je mehr die KI selbst ausführt, desto wichtiger wird die Rechtekontrolle. Das Konzept stützt sich deshalb auf die Regeln von ServiceNow statt auf offenen Zugriff für ChatGPT. Es könnte zur Vorlage für den Einsatz von KI-Agenten in Unternehmen werden.
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