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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Apple: Lagerbestände steigen binnen eines Jahres um 154 Prozent

Apples Vorräte lagen im vierten Quartal 2026 bei 14,54 Milliarden Dollar, 154,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund sind steigende Speicherkosten.

Apple logo on a storefront with stacked product boxes, illustrating rising inventory levels and memory component costs.
Bild: Webrazzi

Apples Lagerbestände sind im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 im Jahresvergleich um 154,3 Prozent auf 14,54 Milliarden Dollar gestiegen. Laut den Finanzergebnissen des Konzerns liegt der Wert zudem 31,1 Prozent über den 11,09 Milliarden Dollar des Vorquartals.

Der Aufbau fällt in eine Phase, in der Kosten und Lieferdruck bei Speicherbauteilen zunehmen. CEO John Ternus bezeichnete die aktuelle Lage bei den Speicherpreisen als beispiellos und erwartet im Dezemberquartal weitere Kostensteigerungen.

Marge und Preise

Für das im September beendete Quartal meldete Apple eine Bruttomarge von 47,9 Prozent. Für das Dezemberquartal rechnet das Unternehmen mit 45 bis 46 Prozent.

Ternus erklärte, die höheren Speicherkosten würden teilweise durch Preiserhöhungen im Jahresverlauf ausgeglichen: Bei Mac und iPad stiegen die Preise Ende Juni, beim iPhone im September. Apple geht davon aus, dass sein Vorteil beim Speichereinkauf mit der Zeit schwindet. Die Einkaufsverpflichtungen für die Fertigung stiegen zwischen Juni und September um 33 Milliarden Dollar.

Cashflow und Sparten

Die größeren Vorräte belasteten den Cashflow. Bestandsveränderungen verbrauchten im Geschäftsjahr 2026 8,9 Milliarden Dollar, im Vorjahr hatten sie 1,4 Milliarden Dollar eingebracht. Dennoch stieg der operative Jahres-Cashflow von 111,48 auf 145,1 Milliarden Dollar.

Lieferengpässe trafen das iPad: Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Der Gesamtumsatz erreichte 114,48 Milliarden Dollar, der Nettogewinn 30,71 Milliarden Dollar. iPhone, Mac und Services legten zu, die Kategorie Wearables ging zurück.

Für Käufer zeigt sich, dass Bauteilkosten direkt auf die Gerätepreise durchschlagen. Mit sinkender Marge und weiter steigenden Speicherkosten bleibt offen, ob der Preisdruck bei Hardware anhält.

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