Apartner: Handynummern von Bewohnern bei Datenleck abgeflossen
Bei der südkoreanischen Wohnanlagen-App Apartner mit 3,6 Millionen Nutzern wurde eine Datei mit Handynummern abgegriffen. Weitere Daten seien nicht betroffen, so der Betreiber.

Bei Apartner, einer südkoreanischen Verwaltungsplattform für Wohnanlagen mit 3,6 Millionen Nutzern, sind Handynummern einiger Nutzer abgeflossen. Der Betreiber Dukkeobi Sesang teilte am 6. November mit, dass Unbefugte eine Datei mit den Nummern entwendet haben.
Nach Angaben des Unternehmens enthielt die Datei weder Namen noch Wohnanlagen, Gebäude- oder Wohnungsnummern, auch keine Personalausweisnummern, Passwörter oder Zahlungs- und Finanzdaten. Deshalb lasse sich allein anhand der Datei kaum ein bestimmter Nutzer oder dessen Wohnort identifizieren.
Ablauf des Vorfalls
Laut dem Unternehmen kam es am 23. Oktober zweimal zu Abflüssen, um 10:36 Uhr und um 14:41 Uhr Ortszeit. Ein Dritter hatte sich unbefugt Zugriff auf die Datenexport-Funktion verschafft. Dukkeobi Sesang bemerkte dies nach eigenen Angaben am 4. November gegen 14 Uhr bei einer Sicherheitsprüfung und informierte die Nutzer gemäß Artikel 34 des koreanischen Datenschutzgesetzes. Innerhalb von 24 Stunden nach der Entdeckung meldete es den Fall der Korea Internet & Security Agency (KISA) und der Polizei.
Als Sofortmaßnahmen wurden die angreifenden IP-Adressen gesperrt und Administratorkonten zurückgesetzt. Die betroffene Webseite soll bis zur dritten Novemberwoche offline bleiben; zudem sind eine vollständige Systemprüfung und eine Verbesserung der Sicherheitsumgebung geplant.
Was Nutzer beachten sollten
Das Unternehmen warnt vor Spam, betrügerischen Anrufen unter falscher Identität und verdächtigen Links, die die Nummern ausnutzen könnten. Apartner fordere weder per Telefon noch per SMS Bestätigungscodes oder Geld.
Die App ist für Bewohner von rund 4.300 Wohnanlagen im Alltag fest verankert: Sie bündelt Mitteilungen, elektronische Abstimmungen, Reservierungen von Gemeinschaftseinrichtungen, die Anmeldung von Besucherfahrzeugen und den automatischen Zutritt zum Eingang. Selbst ein reines Handynummern-Leck erhöht bei dieser Reichweite das Risiko gezielter Phishing-Versuche.
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