Anthropic setzt Claude für die Entwicklung eigener KI-Chips ein
Ein Team aus 15 Anthropic-Ingenieuren nutzt Claude, um eigene Chips zu entwerfen. Das spare Zeit gegenüber dem klassischen Vorgehen bei Nvidia und AMD, heißt es.

Anthropic setzt sein eigenes Modell Claude ein, um maßgeschneiderte KI-Chips zu entwickeln. Ein Team aus 15 Ingenieuren nutzt Claude für Entwurf und Ingenieurarbeit, wie das Unternehmen potenziellen Investoren in jüngsten Gesprächen erläutert hat. Das geht aus Angaben von Quellen hervor.
Nach Einschätzung der Ingenieure verkürzt Claude die Arbeit deutlich, verglichen mit ihren eigenen Schätzungen für den traditionellen Designprozess bei großen Herstellern wie Nvidia und AMD. Dabei handelt es sich um interne Bewertungen des Teams, nicht um einen unabhängigen Vergleich. Wie groß die Beschleunigung tatsächlich ist und welche Entwicklungsschritte Claude übernimmt, ist öffentlich nicht bekannt.
Teil einer Multi-Chip-Strategie
Im August 2026 hatte Anthropic angekündigt, eigene Beschleuniger zu entwickeln. Das Unternehmen baut dafür ein internes Team auf, das spezialisiertes Silizium entwerfen soll, damit Claude schneller und effizienter trainiert und betrieben werden kann.
Auf Hardware von Drittanbietern will Anthropic nicht verzichten. Derzeit nutzt das Unternehmen Beschleuniger von Amazon, Google, Nvidia und AMD. Die eigenen Chips sollen ein weiterer Baustein der Multi-Chip-Strategie werden.
Wie gut sind Modelle beim Chipdesign?
Ein Dämpfer kommt von einem Test von ChipAgents und Nvidia, der die Fähigkeiten von Modellen bei der Chipentwicklung misst. Claude Fable 5.1 erzielte dort das beste Ergebnis aller Teilnehmer, kam aber nur auf 16,6 Prozent. Vollautomatisches Chipdesign ist damit weit entfernt, auch wenn Modelle Teile des Ablaufs beschleunigen können.
Anthropic ist nicht allein. Auch OpenAI hat eigene Modelle bei der Entwicklung von Jalapeño eingesetzt, einem hauseigenen Inferenz-Chip, der gemeinsam mit Broadcom entstanden ist. Frühere Modellgenerationen halfen beim Entwurf und bei der Inbetriebnahme, neuere bei der Optimierung und beim Schreiben der Software. Erste Testergebnisse zu Jalapeño veröffentlichte OpenAI im August.
Für die Branche zeichnet sich ein Kreislauf ab: KI-Labore bauen Modelle und nutzen sie anschließend, um die Hardware für die nächste Generation zu entwickeln. Sollten sich die Zeitersparnisse bestätigen, könnte das die Hürde für eigene Chips senken und die Abhängigkeit von wenigen Zulieferern verringern.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Garry Tan von Y Combinator gibt bis zu 200.000 Dollar für KI-Tokens aus

CODE380 D·Vision SDR: Ukraine sieht Russlands Drohnenbilder mit

EGG UP startet WEARLOG: App dokumentiert geliehene TV-Kostüme

Saramin KoMate: Ausländische Nutzer wachsen um 260 % pro Jahr
Mehr aus: KI
Alle anzeigen →
Südkorea stellt 19 weitere Privatexperten für KI-Einheit ein

Soket Labs und ZenteiQ stellen eigene KI-Modelle aus Indien vor

OpenAI startet Grid Protectors: Rechenzentren drosseln Strom
