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Hardware·1 Min. Lesezeit

Anduril und Qualcomm zeigen BlueChip: Laptop aus US-Fertigung

Der Rüstungsspezialist Anduril steigt mit BlueChip in den PC-Markt ein. Die Laptop-Reihe entsteht mit Qualcomm und soll aus Gründen der nationalen Sicherheit in den USA gebaut werden.

A rugged black laptop on a desk in a defense workshop, representing the BlueChip laptop from Anduril and Qualcomm.
Bild: ギズモード・ジャパン

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Anduril, vor allem für Militärdrohnen bekannt, hat gemeinsam mit dem Chiphersteller Qualcomm eine neue Computerreihe namens BlueChip vorgestellt. Das erste Produkt ist ein Laptop für das US-Militär, Regierungsbehörden, Polizei und Feuerwehr.

Gegründet wurde Anduril von Palmer Luckey, der auch durch das VR-Headset Oculus Rift bekannt ist. Bislang konzentrierte sich das Unternehmen auf Militärdrohnen und autonome Waffensysteme. Der Schritt zu Notebooks ist daher ungewöhnlich.

KI direkt auf dem Gerät

In den BlueChip-Laptops arbeiten Prozessoren der Reihe Snapdragon X von Qualcomm. Da KI-Berechnungen lokal auf dem Gerät laufen können, eignen sich die Rechner für Umgebungen, in denen sensible Daten nicht in eine externe Cloud gelangen dürfen.

Ein funktionsfähiger Prototyp existiert bereits. Bestellungen sollen ab 2027 möglich sein. Preis und genaue Spezifikationen sind noch nicht bekannt.

Es geht um die Lieferkette

Beide Unternehmen sehen das Kernproblem darin, dass die PC-Fertigung der USA stark vom Ausland abhängt. Nicht nur Halbleiter, auch Displays, Akkus und Leiterplatten werden überwiegend im Ausland hergestellt. Würden Krieg oder verschärfte internationale Spannungen die Lieferung solcher Teile unterbrechen, könnten selbst die Computer fehlen, die Militär und Behörden benötigen.

BlueChip soll das ändern: Entwicklung und Montage finden in den USA statt, langfristig sollen auch alle Komponenten im Inland entstehen. Beim Prototyp fließen bereits mehr als 90 Prozent der Beschaffungskosten an Zulieferer aus den USA und verbündeten Staaten. Die Leiterplatten will Anduril in seinem Werk in Ohio bestücken.

Ein Waffenhersteller versucht also, die PC-Lieferkette von den Bauteilen her neu aufzubauen, damit staatlichen Stellen im Ernstfall nicht die Rechner ausgehen. Ab 2027 dürften mit dem Bestellstart auch Preis und Ausstattung klarer werden.

Schlagwörter:andurilqualcommbluechiplaptopsnapdragon xnational security

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