Acecore gewinnt TC Battlefield 2026 mit Batterien aus Nigeria
Das nigerianische Startup Acecore hat in Lagos den Hauptpreis von 10.000 US-Dollar beim TC Battlefield 2026 gewonnen – mit Heimspeichern aus lokaler Fertigung.

Acecore, ein nigerianisches Startup für Heimspeichersysteme, hat das TC Battlefield 2026 auf der Konferenz Moonshot in Lagos gewonnen und den Hauptpreis von 10.000 US-Dollar erhalten. Den zweiten Platz und 5.000 Dollar sicherte sich Supplya, das informellen Händlern Ware auf Kredit liefert. Das Robotik-Startup Navidyn für die Schifffahrt wurde Dritter und bekam 2.500 Dollar.
Caleb Iwuoha, Gründer und Geschäftsführer von Acecore, sagte der Jury, Gehäuse und Batteriemanagement-Software des Systems seien „komplett hier in Nigeria von unseren eigenen Händen gebaut“. Das Unternehmen verkauft einen Heimspeicher und eine smarte Steckdose, mit der Nutzer ihre Geräte steuern. Nach eigenen Angaben ist das System mehr als 20 Prozent günstiger als vergleichbare Produkte; eine Partnerbank ermöglicht Ratenzahlung.
Der Preis als härteste Frage
Bei den Preisen musste Acecore die kritischsten Fragen beantworten. Ein Juror wies darauf hin, dass importierte chinesische Systeme in Nigeria zu einem ähnlichen Preis ankommen wie das Angebot von Acecore, das bei rund 5.250 Dollar beginnt, und hakte bei der Kostenstruktur nach. Iwuoha nannte eine Marge von 62 Prozent.
Das Startup baut in einem Markt, der den Großteil seiner Energietechnik importiert. Laut dem Energie-Thinktank Ember führte Nigeria in den zwölf Monaten bis Juni 2025 Solarmodule mit 1.721 Megawatt aus China ein – nach Südafrika der zweitgrößte Importeur Afrikas.
Die übrigen Platzierten
Navidyn entwickelt Unterwasserroboter zur Inspektion von Offshore-Öl- und Gasanlagen. Afrika habe bislang in Fintech, Logtech, Agritech und Edtech investiert, nun sei die Zeit für fortgeschrittene KI und Robotik, sagten die Mitgründer der Jury. Nach eigenen Angaben erhielt das Startup von einem Vertreter der Sahara Group einen Inspektionsauftrag über 5.000 Dollar, noch bevor das Produkt fertig war. Supplya hat seit Oktober 2024 über 150.000 Dollar an Krediten an kleine Läden vergeben, 98 Prozent davon seien zurückgezahlt.
Navidyn und Supplya erhielten gemeinsam mit der Frauengesundheits-App Fertitude zudem Plätze im Residency-Programm von Antler, in dem sie bis zu 250.000 Dollar Pre-Seed-Kapital einwerben können. Die Sieger setzten sich gegen neun weitere Finalisten durch, darunter Growwr, Kuraway, Lena, QiqiFarms, Riwe und Swiftway Shippers. In der Jury saßen Vertreter von HoaQ, SWIT, Antler und der Yango Group, die den Wettbewerb sponserte.
Zwei der drei Podiumsplätze gingen an Startups, die in Nigeria physische Produkte herstellen – ein langsamerer und teurerer Weg als Software. Können Acecore und Navidyn ihre Margen gegen Importe halten, zeigen sie Investoren, dass nigerianische Hardware nicht nur mit Geschichte, sondern auch beim Preis mithalten kann.
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