Wonder reicht vertraulich Börsengang ein – Wert: rund 9 Mrd. Dollar
Das Food-Tech-Unternehmen Wonder von Marc Lore hat vertraulich einen Börsengang beantragt. Zuvor sammelte es Kapital ein, kaufte Firmen zu und expandierte kräftig.

Wonder, das von Marc Lore gegründete Unternehmen für Essenslieferungen und Food-Technologie, hat vertraulich einen Börsengang (IPO) beantragt. Das gab die Firma am Donnerstag bekannt. Wie viele Aktien angeboten werden und in welcher Preisspanne, ist bislang offen.
Der Schritt markiert einen Meilenstein nach Jahren voller Finanzierungsrunden, Übernahmen und Expansion. Lore, der zuvor Jet.com und Diapers.com gegründet hat, macht aus seinen Börsenplänen kein Geheimnis. Im Juli hatte Wonder mehr als 650 Millionen Dollar eingesammelt und wurde dabei mit rund 9 Milliarden Dollar bewertet. Zu den Investoren zählen Accel, GV, AllianceBernstein und ARK Invest.
Mehr als eine Lieferapp
Wonder wurde 2018 gegründet und ist längst mehr als ein klassischer Lieferdienst. Das Unternehmen betreibt Standorte im Stil einer Food Hall, an denen Kunden über eine Plattform bei mehreren Restaurantmarken bestellen können. Zubereitung, Lieferung, Abholung und Verzehr vor Ort übernimmt Wonder selbst.
Zugekauft hat das Unternehmen den Kochboxen-Anbieter Blue Apron, die Lieferplattform Grubhub, das Medienhaus Tastemade und den Küchenrobotik-Spezialisten Spyce. Letzterer verschafft Wonder Automatisierungstechnik, die Zubereitung und Ausgabe effizienter machen könnte. Mit Wonder Create können Food-Gründer und Social-Media-Influencer eigene Restaurantmarken und Gerichte entwickeln; per KI lässt sich eine Marke in weniger als einer Minute aufsetzen.
Wachstumspläne und Konkurrenz
In Texas will Wonder bis Ende 2027 mehr als 100 Standorte eröffnen. Hinzu kommt eine Partnerschaft mit DoorDash über 425 Millionen Dollar, mit der das Campus-Geschäft ausgebaut werden soll. Es ist an 450 Hochschulen und weiteren Orten aktiv.
An der Börse wächst der Druck. Wonder konkurriert in einem hart umkämpften Markt mit etablierten Anbietern wie DoorDash und Uber Eats. Investoren dürften nun genauer prüfen, ob das breitere Food-Tech-Modell im großen Maßstab trägt.
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