Windows 11 Cloud Rebuild: Neuinstallation ohne USB-Stick
Mit Cloud Rebuild lässt sich Windows 11 aus der Wiederherstellungsumgebung neu installieren, selbst wenn das System nicht mehr startet. Ein USB-Stick ist nicht nötig.

Microsoft führt für Windows 11 die Funktion Cloud Rebuild ein. Damit lässt sich das Betriebssystem neu installieren, ohne auf einem zweiten Rechner einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.
Cloud Rebuild lädt über Windows Update das Windows-11-Image und die benötigten Treiber herunter. Der entscheidende Unterschied zur bereits vorhandenen Funktion Cloud Download: Das neue Verfahren setzt keine funktionierende Windows-Installation voraus. Die Neuinstallation ist also auch dann möglich, wenn der Rechner nicht mehr bis ins System startet.
So startet man die Funktion
Enthalten ist sie im optionalen Update KB5127936, das Microsoft schrittweise ausrollt. Nicht jeder Nutzer bekommt es sofort. Wer in Windows Update die Option „Neueste Updates erhalten, sobald sie verfügbar sind“ aktiviert, kann die Chancen auf einen früheren Zugang erhöhen, garantiert ist er damit aber nicht.
Läuft Windows 11 noch, öffnet man Einstellungen > System > Wiederherstellung und wählt die Option zum Neuaufbau des PCs. Der Rechner startet dann in die Wiederherstellungsumgebung Windows RE und bereitet die Neuinstallation vor.
Bei einem schwerwiegenden Fehler sollte der PC nach mehreren fehlgeschlagenen Startversuchen automatisch in die Wiederherstellungsumgebung wechseln. Dort wählt man Problembehandlung, dann Wiederherstellen und Deinstallieren und schließlich Cloud Rebuild.
Nötig sind eine Internetverbindung per WLAN oder Ethernet sowie ein angeschlossenes Netzteil. Vor dem Start zeigt Windows die Zielversion, die Edition und die Sprache an und warnt vor Datenverlust.
Auch für IT-Administratoren
Microsoft hat die Funktion zudem für Unternehmen vorgesehen. Administratoren können die Neuinstallation über Recovery CSP aus der Ferne konfigurieren und auslösen. Außerdem lässt sich der aktuell installierte Build oder eine bestimmte Zielversion festlegen.
Für Privatnutzer entfällt damit einer der stressigsten Schritte bei einem defekten PC: die Suche nach einem zweiten Rechner und die Vorbereitung eines Installationsmediums. Weitere Details stehen auf den Support-Seiten von Microsoft.
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